Die Zeit der Unverbindlichkeit in der E-Mail-Kommunikation ist bald vorbei: Gleich drei verschiedene E-Mail-Dienste sorgen künftig dafür, dass E-Mails rechtssicher und nachweisbar ihre Empfänger erreichen. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
12.05.2010 08:52 Uhr
TREND E-MAIL-KOMMUNIKATION

Anbieter rechtssicherer E-Mail-Kommunikation sagen der Briefpost ade

Korschenbroich, 12.05.2010 08:52 Uhr (Frank Hoffmeier)

Die Zeit der Unver­bind­lich­keit in der E-Mail-Kommu­ni­ka­tion ist bald vorbei: Gleich drei verschie­dene E-Mail-Dienste sorgen künftig dafür, dass E-Mails rechts­si­cher und nach­weisbar ihre Empfänger errei­chen.

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Frank Hoffmeier
Frank Hoffmeier leitet die Kommunikationsarbeit der Paul Mertes & Mathias Leven - Profit Elements GbR.

Neben der "De-Mail“ gehen auch die Dienste "Online-Brief“ und "eWitness“ ins Rennen. Die Entwicklung einer sicheren und nachweisbaren E-Mail-Kommunikation trägt der Tatsache Rechnung, dass immer mehr Menschen E-Mails an Stelle von Briefen schreiben und sich dabei wünschen, dass die im Briefverkehr übliche Rechtssicherheit auch für versandte E-Mails gilt.

Für viele Deutsche könnte es bald heißen: "Briefpost ade“. Durch den Trend zu rechtssicherer E-Mail-Kommunikation werden sich künftig viele Unternehmen und Bürger dazu veranlasst sehen, von der traditionellen Briefpost Abstand zu nehmen und auf rechtssichere Formen der E-Mail-Kommunikation umzusteigen.

Bis vor kurzem stand man in Deutschland vor folgender Situation: E-Mails waren schnell und günstig, aber in ihrer Rechtswirkung ziemlich unsicher. Die Briefpost hingegen mit ihren verschiedenen Formen von Einschreibebriefen verfügte über ein wesentlich höheres Maß an Rechtssicherheit. Dafür war die Briefverschickung aber im Verhältnis zur E-Mail teuer und aufwändig. Damit könnte es nun bald vorbei sein, denn die Relation zwischen den beiden Kommunikationsformen droht zu kippen: Gleich drei verschiedene Dienste drängen auf den Markt für rechtssichere E-Mail-Kommunikation. Diese Services heißen "Online-Brief“, "De-Mail“ und "eWitness“.

Obwohl sich die Dienste in einigen Einzelheiten voneinander unterscheiden, bieten sie jedoch grundsätzlich alle eine Grundprinzip an: Inhalt sowie Versand und Zustellung von E-Mails können im Nachhinein vom Versender rechtssicher nachgewiesen werden. Und dies zu erheblich geringeren Kosten als ein Einschreiben mit Rückschein oder die Zustellung eines Briefes per Gerichtsvollzieher.

Die Anbieter der neuen Dienste stammen aus unterschiedlichen Bereichen. Der "Online-Brief“ ist ein Angebot der Deutschen Post und wird voraussichtlich im Sommer des Jahres 2010 einsatzbereit sein. "De-Mail“ ist ein Projekt der Bundesregierung, an dem unter anderem die Deutsche Telekom beteiligt ist. Die "De-Mail“ wird den Bürgern wahrscheinlich ebenfalls schon im Jahr 2010 zur Verfügung stehen. Das System eWitness wird von den Unternehmen Mertes & Leven Profit Elements und Secunet AG angeboten. eWitness wird bereits in vielen europäischen Ländern genutzt und ist in Deutschland schon seit circa zwei Jahren im Einsatz. Während DE-Mail und Online-Brief nur in geschlossenen Benutzergruppen funktionieren, in welchen sowohl Sender als auch Empfänger registriert sein müssen, ist eWitness ein offenes und somit auch weltweit einsetzbares System: Für die Verwendung dieses Systems benötigen die Nutzer keine speziellen E-Mail Adressen.

eWitness ist ein Beispiel dafür, wie rechtsichere E-Mail-Kommunikation im Detail funktionieren kann: Wenn E-Mails mit eWitness abgeschickt werden, wird der Versand dieser E-Mails exakt protokolliert. Der Absender erhält nach erfolgter Zustellung per E-Mail ein Bestätigungsprotokoll vom eWitness-Server, das die gesamte Aktion genau dokumentiert. Der genaue Zeitpunkt des Versandes wird in diesem Protokoll ebenso festgehalten wie der Absender, der Empfänger und der Inhalt der E-Mail. Dieses Protokoll gilt auf Grund der gesetzeskonformen qualifizierten Signatur des Notars als Beweis für den Versand und die Zustellung einer E-Mail. Im Bedarfsfall kann die gesamte Transaktion von einem Notar auch noch zusätzlich in schriftlicher Form urkundlich belegt werden. Alle Versendungsvorgänge sowie die versendeten Daten werden grundsätzlich auf einem Notariatsserver langzeitarchiviert, so dass versandte E-Mails auch noch nach vielen Jahren beweisbar dokumentiert werden können.

(Quelle: Paul Mertes & Mathias Leven)
(Foto: Angela Parszyk;PIXELIO)

 

Weiterführender Link: www.Mertes-Leven.de


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