Die Zahl der Arbeitslosen wird in 2014 auf 2,88 Millionen sinken. Parallel erhöht sich das Potenzial der Erwerbstätigen durch Zuwanderung. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
20.03.2014 11:07 Uhr
ARBEITSMARKTZAHLEN UND PROGNOSE

Arbeitsmarkt: Sinkende Arbeitslosenzahlen und mehr Erwerbspersonenpotenzial

Nürnberg, 20.03.2014 11:07 Uhr (Frank Schulz)

Nach einer Mittei­lung des Institut für Arbeits­markt-und Berufs­for­schung der Bunde­s­agentur für Arbeit (IAB) wird die Arbeits­lo­sen­zahl in 2014 auf 2,88 Millionen sinken. Durch Zuwan­de­rung erhöht sich die Zahl der Erwerbs­tä­tigen.

Informationen zum Autor:
Redaktion seit 2007 und Gründer von FMM-Magazin. Erfahrungen in der Finanzindustrie seit 2003 u.a. bei Gruner + Jahr (Financial Times Deutschland) und der OnVista Group.

In der Mitteilung zum Erwerbspersonenpotenzial heißt es: "Das IAB erwartet, dass 450.000 Menschen zuwandern, insbesondere aus den südeuropäischen Krisenländern und Osteuropa. Das Erwerbspersonenpotenzial wird dadurch um rund 290.000 zunehmen. Gleichzeitig verringert es sich durch den demografischen Wandel um 300.000 Personen. Die Zuwanderung und die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren können die demografische Entwicklung jedoch noch mehr als ausgleichen, sodass unter dem Strich das Erwerbspersonenpotenzial 2014 um 140.000 Personen steigen wird."

TIPP: Was sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte?
Das sind Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Auszubildende, die kranken-, pflege-, rentenversicherungspflichtig oder beitragspflichtig zur Arbeitslosenversicherung sind oder für die Beitragsanteile zu den gesetzlichen Rentenversicherungen zu entrichten sind.

TIPP: Was sind eigentlich Erwerbstätige?
Zu den Erwerbstätigen zählen Personen, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Für die Zuordnung zu den Erwerbstätigen ist es unerheblich, ob aus dieser Tätigkeit der überwiegende Lebensunterhalt bestritten wird oder nicht. Einbezogen sind demnach auch Personen, die "geringfügigen Beschäftigungen" nachgehen. Im Falle mehrerer Tätigkeiten werden Personen nur einmal gezählt. Nicht zu den Erwerbstätigen zählen Personen, die ausschließlich Privatvermögen verwalten (z. B. Immobilien, Geldvermögen, Wertpapiere). Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die auch in das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 eingegangen sind. (Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW).

IAB Grafik zur sektoralen Entwicklung

Die meisten Arbeitnehmer sind in den Branchen Erziehung, Gesundheit und öffentlicher Dienst tätig. Dicht gefolgt von Handel, Verkehr und Gastgewerbe.

Statista Grafik sozialversicherungsbeschäftigte 2013

Die Statistik zeigt die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Dezember 2013 nach Bundesländern. Im Dezember 2013 waren in Nordrhein-Westfalen ungefähr 6,2 Millionen Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Von isngesamt 42,13 Millionen Erwerbstätigen sind 29,73 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.


(Quellen: IAB, Statista)

 

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