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Online-Banking: Persönlichen Daten sind häufig ungeschützt

Köln, 05.12.2006 11:28 Uhr (FS)

Banken entwickeln mit Hochdruck an immer neuen Sicherheitsstandards für die Bankgeschäfte am PC. Anwender sind jedoch nachlässig wenn es zum Surfen ins Internet geht.

Beim Online-Banking können viele „Außenbeobachter“ mitsurfen und fleißig persönliche Daten wie Geheimnummern, PIN/TAN & Co. abrufen. Nachfolgend ein paar Tipps.

PC-Passwort: Je nachdem wo Ihr PC steht, ist es sinnvoll ein Passwort für den Zugang anzulegen. Diese Funktion ist automatisch im Betriebssystem verankert. So können Sie kontrollieren, wer den PC bedienen darf.

Antivirus und Spyblocker: Bevor im Internet gesurft wird, sollten zumindest zwei wesentliche Schutzprogramme auf dem Gerät installiert sein. Das Antivirusprogramm schützt vor Virenarten, die einzelne Dateien befallen, sich selbstständig ausbreiten können und die funktionsfähig beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall muß der PC komplett neu installiert werden. Zudem können sich Trojaner einnisten. Kleine Programme die Daten verändern, löschen oder versenden können. Spyware spioniert den Inhalt der Festplatte aus. Diese gelangen zumeißt über den Browser auf den PC, also wenn bestimmte Seiten beim Surfen im Internet angewählt werden. Gerne gelangt Spyware über die Installation von Freeware oder Shareware auf das System.


 

Die Programme sollten so eingestellt sein, dass der PC mindestens einmal pro Woche komplett überprüft wird. Denken Sie dabei auch an "externe" Geräte wie MP3-Player oder USB Sticks. Diese können über den USB-Anschluß am PC ebenfalls von Viren befallen werden.


 

Beispielprogramme: AntiVir www.free-av.de und SpyBot security.kolla.de/
Alle kostenfrei für Privatanwender.

Firewall: Mit diesem Programm, wenn es richtig eingestellt ist, sind Sie anonym im Internet unterwegs. Jeder Computer, der im Internet „unterwegs“ ist, hat eine eigene Adresse. Die müssen Sie nicht besonders eingeben, denn sie wird automatisch vergeben. Die Firewall gibt diese Adresse nicht komplett oder verschlüsselt an die „Verkehrsknotenpunkte“ im Internet weiter.

Beispielprogramm: ZoneAlarm www.zonelabs.com (kostenfrei in der Basicversion).

Regelmäßige Updates: Auf jeden Fall einmal pro Woche das Betriebssystem auffrischen. Es ist normal das Systeme auch Schwachstellen haben, die die Hersteller dann nach Kenntnisnahme ohne Kosten für den Anwender korrigieren. Zumeißt existiert die Funktion „Windows Update“ z.B. beim Windows-Betriebsystem von Microsoft. Der Anwender wird automatisch durch das Verfahren geführt.

Bankenseite im Internet prüfen: Anwendern werden falsche Webseiten vorgegaukelt. Informieren Sie sich auf jeden Fall bei Ihrer Bank nach deren Sicherheitsverfahren. Grundsätzlich beginnt die Internetseite mit https://... Falsch wäre z.B. der Beginn mit einer Zahlenreihe (http://1234.553.221/...) oder wenn der Bankenname nur vorangestellt ist (http://bankenname.domainname.de).

Passwörter: Immer wieder werden zu einfache Kombinationen gewählt. Sicherlich ist ein Passwort „xn34DR06“ nicht gerade leicht zu behalten. Jedoch spüren Trojaner sehr einfache Kombinationen mit Leichtigkeit auf. Experten raten auf jeden Fall das Passwort mit Buchstaben und Zahlen zu kombinieren. Wählen Sie doch einfach regelmäßig mal ein neues Passwort, das vermindert nochmals die Gefahr. Im übrigen ist es ungeeignet Passwörter oder PINs auf dem PC abzuspeichern. Da ist ein Notizblock besser.

PIN/TAN: Das ist ein Verfahren zur Authentifizierung. Hierbei sind für den Zugang zum Konto neben der Konto- oder Kundennummer die geheime PIN (Personal Identification Number) und für Transaktionen (z. B. Überweisungen) zusätzlich eine TAN (Transaktionsnummer) anzugeben. Jede TAN kann nur einmal verwendet werden. Die Bank sendet in der Regel dem Kunden eine Anzahl TANs auf dem Postweg zu.

Phishing-Mails: Sehr beliebt sind Emails die aussehen wie offizielle Benachrichtigungen der jeweiligen Bank. Darin werden Kunden aufgefordert zu antworten. Meißtens unter Angabe von Passwort und/oder PIN/TAN Angaben. Prüfen Sie diese Emails sehr genau auf Echtheit. Lieber einmal mehr löschen und dann bei der Bank anrufen, ob diese Email tatsächlich verschickt wurde.

Warnung Volksbanken
Beispiel eines Warnhinweises der Volksbanken an ihre Kunden

Limit setzen: Es ist durchaus üblich Limits auf Tagesumsätze mit Ihrer Bank zu vereinbaren oder pro Überweisung. Durch diese Beschränkung kann es nicht vorkommen, dass ein höherer Betrag abgebucht wird.

Last but not least: Wenn Ihnen irgendetwas komisch erscheint, sperren Sie bei Ihrer Bank direkt den Online-Banking-Zugang. Das kann telefonisch oder über die Bankseiten im Internet geschehen.

 

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