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Unternehmensnachfolge: Die Initiative „nexxt“

Köln, 02.03.2007 12:36 Uhr (FS)

Hinter „nexxt“ stehen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Mittelstandsbank sowie Vertreter von Verbänden, Institutionen und Organisationen der Wirtschaft, des Kreditwesens und der Freien Berufe.
Ziel der „nexxt“-Partner ist es, ein günstiges Klima für den unternehmerischen Generationswechsel in Deutschland zu schaffen.

Unter der Dachmarke finden sich unterschiedliche Dienstleistungen rund um das Thema Nachfolge. Neben einer guten Präsenz von Informationen zur Aufklärung findet der Interessent auch konkrete Firmen die einen Nachfolger suchen.
In der Online-Börse kann ebenso ein Anbieterprofil hinterlegt werden. Allerdings muß sich der Interessent mit einem regionalen Partner in Verbindung setzen, alleine kann er kein Profil einpflegen.

Diese regionalen Partner sind u.a die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammern und Sparkassen oder Volks-/Raiffeisenbanken.
Eine Richtlinie zur Börse können sie hier herunterladen Richtlinie "nexxt-change" (pdf)

Da zu einer Firmennachfolge auch die Finanzierung gehört, rundet das Angebot verschiedene Förderprogramme ab.

Unternehmerkapital: ERP-Kapital für Gründung

Existenzgründer und damit auch Nachfolger sowie junge Unternehmen können bis zwei Jahre nach der Geschäftsaufnahme/Geschäftsübernahme eigenkapitalähnliche Mittel in Form langfristiger Nachrangdarlehen beantragen. Gefördert werden Gründungs-/Übernahme-/Beteiligungs- bzw. Investitionsvorhaben, die eine nachhaltig tragfähige selbständige Existenz - gewerblich oder freiberuflich - als Haupterwerb erwarten lassen.

Unternehmerkapital: ERP-Kapital für Wachstum

Wie beim „ERP-Kapital für Gründung“ werden auch hier langfristige Nachrangfinanzierungen mit Eigenkapitalfunktion kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern, deren Geschäftsgründung/-übernahme mehr als zwei und höchstens fünf Jahre zurück liegt, durch die KfW Mittelstandsbank über die Hausbanken angeboten. Das Unternehmen bzw. die freiberufliche Tätigkeit müssen am Markt etabliert und insgesamt kreditwürdig sein sowie eine ausreichende Bonität (Ruf des Unternehmens in puncto Zahlungsfähigkeit) und positive Zukunftsaussichten aufweisen.

Unternehmerkapital für Arbeit und Investitionen

Das Programm "Kapital für Arbeit und Investitionen" richtet sich an etablierte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Freiberufler, deren Geschäftsaufnahme bereits mehr als fünf Jahre zurück liegt.

Geringer Kapitalbedarf: StartGeld der KfW Mittelstandsbank

Darlehen für Nachfolger und Neugründer der gewerblichen Wirtschaft sowie der Freien Berufe (auch Heilberufe), deren Finanzierungsbedarf nicht über 50.000 Euro liegt. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist nicht möglich. Gefördert werden auch Unternehmen, die im Nebenerwerb geführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass es mittelfristig ein Vollerwerbsbetrieb wird.

Für Kleinstunternehmer: Mikro-Darlehen

Darlehen für Nachfolger und Neugründer der gewerblichen Wirtschaft und der Freien Berufe (Heilberufe) sowie Selbständige bis zu drei Jahre nach der Übernahme bzw. Gründung. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist nicht möglich.

Unternehmerkredit der KfW Mittelstandsbank für Existenzgründer

Mit dem "Unternehmerkredit" unterstützt die KfW Mittelstandsbank Existenzgründer mit ausreichender fachlicher und kaufmännischer Qualifikation, mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Freiberufler mit einem Jahresumsatz von maximal 500 Mio. Euro.

Wichtige Ergänzung: ERP-Regionalförderprogramm

Darlehen für mittelständische Unternehmer der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige der Freien Berufe (außer Heilberufe) in den neuen Bundesländern und Berlin sowie in strukturschwachen C-Fördergebieten der alten Bundesländer (Auskunft bei KfW).

Bei fehlenden Sicherheiten: Bürgschaften der Bürgschaftsbanken

Jedes Kreditinstitut verlangt bankübliche Sicherheiten für seine Kredite. Mangelt es beim Kreditnehmer an ausreichenden Sicherheiten, können Bürgschaften der Bürgschaftsbanken weiterhelfen. Bürgschaftsbanken unterstützen die Finanzierung betriebswirtschaftlich sinnvoller Vorhaben, wenn diese wegen fehlender Sicherheiten zu scheitern droht. Bürgschaftsbanken sind Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft. Sie sind mit den regionalen ökonomischen Besonderheiten in den Bundesländern vertraut und unterstützen die mittelständische Wirtschaft in dem jeweiligen Bundesland bei der Kreditfinanzierung.

Weiterführende Informationen:
Hauptinfo: www.nexxt.org
Börse: www.nexxt-change.de

 

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