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Jedes vierte deutsche Unternehmen ist offen für Beteiligungskapital

Berlin, 05.03.2007 17:43 Uhr (redaktion)

Für rund ein Viertel der deutschen Unternehmen ist die Aufnahme von Beteiligungskapital eine Finanzierungsoption. Das zeigt die aktuelle Unternehmensbarometer-Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 1.100 Firmen.

"Für 12 Prozent der Firmen ist Beteiligungskapital sogar ein Weg, um die Bonität zu verbessern", berichtet DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Der Ausverkauf des deutschen Mittelstandes durch Beteiligungsgesellschaften sei jedoch nicht zu befürchten.

Bei der DIHK-Erhebung gaben 46 Prozent der befragten Firmen an, über genügend Kapital für Investitionen zu verfügen. 15 Prozent der Unternehmen lehnen Finanzinvestoren grundsätzlich ab. Insbesondere die Industrie sieht keinen Bedarf, externe Finanziers ins Boot zu holen. Für 80 Prozent von ihnen ist privates Beteiligungskapital mit Mitsprache keine Option.

Gründer und junge Unternehmen dagegen zeigen das größte Interesse an Beteiligungskapital – "sicherlich auch deswegen, weil Kreditinstitute in vielen Fällen aufgrund mangelnder Sicherheiten den Bankkredit ablehnen", so der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Bemerkenswerte 35 Prozent halten daher die Aufnahme von privatem Beteiligungskapital für eine ernsthafte Finanzierungsalternative."

Umso besser wäre es nach Einschätzung des DIHK, wenn die Bundesregierung den Einstieg für Kapitalgeber gerade bei Gründern und jungen Unternehmen erleichterte. Wansleben: "Die geplante Streichung von Verlustvorträgen im Rahmen der Unternehmenssteuerreform ist da kontraproduktiv. Denn sie bremst das Engagement von Investoren zum Nachteil von insbesondere technologiebasierten Gründungen."

DIHK Beteiligunsumfrage Chart
Chart: DIHK Umfrage zu Beteiligungskapital

 

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