Stuttgart, 15.03.2007 18:30 Uhr (Rune Hoffmann)
Mit dem Februar ging ein erfreulicher Monat im Handelssegment EUWAX der Börse Stuttgart zu Ende. Zwar sank der Gesamtumsatz gegenüber Januar um rund acht Prozent auf 8,82 Milliarden Euro. Dieser Rückgang relativiert sich jedoch vor dem Hintergrund, dass im Februar zehn Prozent weniger Handelssitzungen stattfanden als im Vormonat.
Die Betrachtung der durchschnittlichen Tagesumsätze im Februar unterstreicht dies: Die Börse Stuttgart setzte im Handelssegment EUWAX im Februar mit 441,2 Millionen Euro pro Tag noch einmal ein Prozent mehr um als im Rekordmonat Januar 2007.
Als besonders robust erwiesen sich im Februar die Umsätze mit Anlagezertifikaten. Hier wurden im Handelssegment EUWAX rund 4,43 Milliarden Euro oder knapp drei Prozent weniger umgesetzt als im Rekordmonat Januar, wo der Umsatz um mehr als 30 Prozent auf über 4,56 Milliarden Euro in die Höhe geschnellt war. Bei den Anlagezertifikaten gab es im Februar im Vergleich zu allen anderen Teilsegmenten der EUWAX auch die erfreulichste Entwicklung der durchschnittlichen Tagesumsätze. Sie stiegen um rund sieben Prozent gegenüber Januar auf 221 Millionen Euro, so dass bereits ein weiterer Handelstag genügt hätte, um ein neues Rekordniveau in diesem Bereich zu erklimmen. Ein Blick auf die Umsatzentwicklung der einzelnen Produkttypen unter den Anlagezertifikaten zeigt, dass unverändert die Bonus- und Discount-Zertifikate die beliebtesten Produkte darstellen - gefolgt von den Index- und Partizipationszertifikaten. Den mit rund 14 Prozent größten prozentualen Umsatzzuwachs verbuchten im Februar allerdings die Sprint-Zertifikate für sich.
Ebenfalls erfreulich war im Februar die Entwicklung im Teilsegment der Optionsscheine. Hier war der Umsatz mit Minus 4,5 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro ebenfalls unterdurchschnittlich zurückgegangen. Das hohe Niveau aus dem Vormonat blieb somit weitgehend erhalten. Im Januar verzeichnete dieser Bereich einen Volumenszuwachs von rund 55 Prozent auf mehr als 1,85 Milliarden Euro. Der Grund für die hohe Umsatztätigkeit in den Optionsscheinen dürfte die extrem freundliche Stimmung im DAX gewesen sein, die zumindest bis Ende Februar Bestand hatte. Traditionell werden Optionsscheine von den Anlegern für längerfristigere Spekulationen vor allem im Bereich der Einzelaktien genutzt. Gerade Letztere erreichten in vielen Teilen in den vergangenen zwei Monaten entweder Allzeit- oder zumindest Mehr-Jahres-Höchststände, die zu verstärkten Investments in Optionsscheinen führten. Dieser Trend zur Spekulation auf Einzelaktien wird im Februar auch durch den bereits erwähnten deutlichen Umsatzzuwachs bei Sprint-Zertifikaten unterstrichen, die ebenfalls vermehrt auch auf Einzeltitel emittiert werden.
Eher indexlastig sind dagegen die Investments in den Knock-out-Produkten. Hier ging das Umsatzvolumen im Februar am stärksten von allen EUWAX-Teilsegmenten zurück. Mit rund 2,6 Milliarden Euro wurden hier rund 17 Prozent weniger als im Vormonat gehandelt. Allerdings waren hier leichtere Dämpfer in der Umsatzentwicklung absehbar, nachdem die Knock-out-Produkte im Januar bereits den vierten Rekordmonat in Folge für sich verbuchten.
Leicht zurückgegangen, aber immer noch auf hohem Niveau befand sich im Februar die Emissionstätigkeit der Emittenten verbriefter Derivate. So wurden trotz des verkürzten Monats an der Börse Stuttgart im Februar immer noch 18.946 Produkte neu eingeführt. Auch hier ist der Grund die rasche Aufwärtsbewegung im DAX, die gerade die Emittenten von Optionsscheinen und Knockout- Produkten in den vergangenen zwei Monaten immer wieder dazu zwang, neue Basispreise anzubieten. Nach Abzug endfälliger und ausgeknockter Produkte stieg im Handelssegment EUWAX der Börse Stuttgart die Zahl der gelisteten Produkte im Februar auf 141.687, davon waren 64.594 Anlage- und 77.093 Hebelprodukte.
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