München, 27.04.2007 13:31 Uhr (FS)
Nach Informationen der FTD (Financial Times Deutschland) hat der Verein eine Vereinbarung mit der Versicherungsgruppe Zurich Financial Services (ZFS) geschlossen.
Danach wollen die beiden Unternehmen ein gemeinsames Versicherungsunternehmen gründen, das ADAC-Mitgliedern Policen anbieten soll. Zurich hält 51 Prozent, der ADAC 49 Prozent, hieß es in Versicherungskreisen.
Beide bestätigten, dass "erfolgreiche Gespräche" geführt werden. "Zurich und ADAC rücken näher zusammen", sagte ein Sprecher des Versicherungsunternehmens. Einzelheiten wollten beide nicht nennen. Die Zurich konnte sich bei den Verhandlungen gegen die R+V-Gruppe in Wiesbaden durchsetzen.
Genauere Zahlen und Einzelheiten zur neuen Autoversicherung will der Verband auf seiner Hauptversammlung am 12. Mai in Freiburg/Breisgau den Delegierten der Regionalklubs vorlegen. Beim Umsatz ist der ADAC mit einem großen Wirtschaftsunternehmen vergleichbar. Klub und Wirtschaftsaktivitäten zusammen erzielten 2005 rund 1,6 Mrd. Euro Umsatz. Allein der Verein verbuchte Beiträge und andere Erträge von 567 Mio. Euro. Bei den Wirtschaftsaktivitäten belief sich der Umsatz auf 859 Mio. Euro. Größte Tochter ist die ADAC-Schutzbrief-Versicherung.
Der deutsche Autoversicherungsmarkt ist deutlich in Bewegung. Marktführer Allianz mit knapp neun Millionen Fahrzeugen und der zweite HUK-Coburg mit 7,7 Millionen liefern sich einen heftigen Wettkampf. Die Autohersteller suchen ebenfalls die Kundenbindung über eigene Versicherungsangebote, für die sie mit Versicherern kooperieren. So hat VW schon eine Million Fahrzeuge mit dem Partner Allianz versichert.
Quelle: FTD.de
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