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Die Mini-GmbH kommt -Bundesregierung einigt sich auf GmbH-Reform

Berlin, 15.05.2007 17:32 Uhr (redaktion)

Unternehmensgründer können einem Zeitungsbericht zufolge künftig auch in Deutschland eine Mini-GmbH ohne Stammkapital gründen. Darüber herrsche inzwischen in der Bundesregierung Einigkeit, berichtet das «Handelsblatt» (Dienstagsausgabe) aus Regierungskreisen. Am 23. Mai solle die GmbH-Reform voraussichtlich im Kabinett beschlossen werden. Anlass der Reform sei der wachsende Konkurrenzdruck für die deutsche GmbH durch ausländische Billig-Rechtsformen wie die britische Limited. Diese seien weitaus billiger und weniger aufwändig zu gründen als die GmbH, deren Gründer mindestens 25 000 Euro Stammkapital mitbringen müssen.

Unternehmensgründer können einem Zeitungsbericht zufolge künftig auch in Deutschland eine Mini-GmbH ohne Stammkapital gründen. Darüber herrsche inzwischen in der Bundesregierung Einigkeit, berichtet das «Handelsblatt» (Dienstagsausgabe) aus Regierungskreisen.

Am 23. Mai solle die GmbH-Reform voraussichtlich im Kabinett beschlossen werden. Anlass der Reform sei der wachsende Konkurrenzdruck für die deutsche GmbH durch ausländische Billig-Rechtsformen wie die britische Limited. Diese seien weitaus billiger und weniger aufwändig zu gründen als die GmbH, deren Gründer mindestens 25 000 Euro Stammkapital mitbringen müssen.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) habe in ihrem Referentenentwurf vorgesehen, dieses Mindeststammkapital auf 10 000 Euro zu senken. Andere, wie der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion Jürgen Gehb, hätten zusätzlich eine neue Rechtsform für Kleinunternehmer und Existenzgründer gefordert. Zypries habe dies bislang abgelehnt. Im GmbH-Gesetz werde künftig die Möglichkeit eröffnet, mit einem symbolischen Euro Stammkapital eine Mini-Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu gründen, hieß es in Regierungskreisen. Um den Gläubigerschutz zu gewährleisten, werde die Mini-GmbH strengen Transparenzvorschriften unterworfen. Außerdem werde die Gesellschaft verpflichtet, jedes Jahr ein Viertel des Gewinns als Rückstellung zu bilanzieren und so Stück für Stück Eigenkapital aufzubauen.

 

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