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Der industrielle Mittelstand ist die tragende Kraft des Konjunkturaufschwungs

Berlin, 12.06.2007 10:09 Uhr (FS)

Das ist ein Ergebniss der fünften BDI Online-Befragung im Frühjahr 2007. Mehr Investition und mehr als 100.000 neue Jobs im industriellen Mittelstand sind das Ergebniss des Aufschwungs.

„Der Aufschwung ist nicht nur im Mittelstand angekommen. Vielmehr wird er sogar von ihm getragen.“ So interpretiert Stefan Ortseifen, Sprecher des Vorstands der IKB Deutsche Industriebank, das Ergebnis der Frühjahrsbefragung 2007 des BDI-Mittelstandspanels. „Es sind längst nicht mehr nur die stark exportorientierten Unternehmen, die in neue Kapazitäten investieren, sondern immer mehr auch solche Firmen, die eher auf den heimischen Markt fokussiert sind. Auf dieser breiten Basis besitzt Deutschland beste Chancen, einen tragfähigen und langfristigen Wachstumskurs aus eigener Kraft einzuschlagen.“

Rund 75 Prozent der befragten Industrieunternehmen haben der Umfrage zufolge mehr investiert als noch vor Jahresfrist geplant. „Viele Firmen wurden von der positiven Konjunkturentwicklung speziell in Deutschland überrascht. Und viele unserer Kunden agieren – angesichts der erfreulichen Nachfrageentwicklung – auch aktuell hart an der Kapazitätsgrenze“, so Ortseifen weiter. Entsprechend geben 35 Prozent der befragten Unternehmen an, ihre Investitionen in neue Ausrüstungen und Anlagen auch in 2007 steigern zu wollen. Weitere 47 Prozent planen immerhin gleich hohe Investitionen wie im Boomjahr 2006.

„Die derzeit gute Wirtschaftslage sollte die Politik keineswegs dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen“, forderte Arnd G. Kirchhoff, Vorsitzender des BDI-Mittelstandsausschusses. „Jetzt muss die Gunst der Stunde für eine Erhöhung des Reformtempos und für konsequente Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden. Der Aufschwung ist der Lohn für viel Arbeit in den Unternehmen, bei den Mitarbeitern und der Politik. Er darf jetzt nicht leichtfertig verspielt werden“, so Kirchhoff.

Neben Fragen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen und der Unternehmenskennzahlen standen dieses Mal auch das gesellschaftliche Engagement (Corporate Social Responsibility (CSR)) des industriellen Mittelstandes im Mittelpunkt der Untersuchung. Hierzu Peter Englisch, Leiter des Mittelstandsnetzwerkes bei Ernst & Young: „Die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat CSR in ihr unternehmerisches Handeln integriert. Die Unternehmen haben erkannt, dass CSR große Bedeutung für das firmeninterne Risiko- und Reputationsmanagement hat, beispielsweise bei der Entwicklung von Produkt- und Marktstrategien oder im Beschaffungs- und Absatzwesen. Damit CSR jedoch glaubwürdig ist, muss die CSR-Strategie in der Gesamtstrategie und den Unternehmensprozessen fest verankert sein“, sagte Englisch.

An der fünften Erhebungswelle der vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und TNS Emnid entwickelten Online-Befragung haben sich in der Zeit vom 8. März bis 14. Mai fast 1.100 Unternehmen beteiligt.

BDI-Umfrage: Finanzierungsmittel
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