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DIHK: Aufschwung erreicht Mittelstand

Berlin, 20.08.2007 11:26 Uhr (redaktion)

Der Aufschwung hat jetzt auch den Mittelstand erreicht. Dies zeigen die Ergebnisse des DIHK-Mittelstandsreports 2007.

Demzufolge beurteilen 89 % der Unternehmen ihre Geschäftslage entweder als "gut" oder "befriedigend" und nur 11 % als "schlecht". Trotz der guten Lageeinschätzung des Mittelstandes bleiben die Großunternehmen optimistischer.

Die Mehrwertsteuererhöhung hinterlässt im Mittelstand deutlichere Bremsspuren als bei den eher exportorientierten Großunternehmen. Die stärkere inländische Kaufkraft verhindert allerdings Schlimmeres. Im weiteren Verlauf dieses Jahres erwarten die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) daher dennoch so gute Ergebnisse wie lange nicht mehr. Ursache: Binnenorientierte Branchen befinden sich im Aufwind - sie sind die Domäne der KMUs. Vor diesem Hintergrund plant der Mittelstand, seine Investitionen zu erhöhen - gleichzeitig kommt es zu Vorzieheffekten bei Investitionen wegen des bevorstehenden Wegfalls der degressiven Abschreibung.

Im Mittelstand- soweit im USGeschäft engagiert- wird ein weiterer Anstieg des Euro- Wechselkurses mit zunehmender Sorge gesehen. Bei abnehmender Nachfrage aus dem Ausland - möglicherweise auch wegen einer konjunkturellen Abkühlung in Nordamerika - bleiben vielen KMUs kaum Auswege (wie beispielsweise die Rabattgewährung oder die Nutzung der Kostendegression - Möglichkeiten, über die Große schon eher verfügen).

Die Beschäftigungspläne des Mittelstandes für die kommenden Monate liegen weiterhin über jenen der Großunternehmen - der Mittelstand bleibt der Beschäftigungsmotor. Die Zeitarbeitsbranche liegt bei den Beschäftigungsabsichten mit Abstand an der Spitze. Doch der Fachkräftemangel wirft seine Schatten bereits voraus: Die KMUs geraten wegen geringerer Finanzkraft und eines niedrigeren Bekanntheitsgrades bei der Suche nach Fachpersonal stärker ins Hintertreffen.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, fordert der DIHK: Bessere Ausbildung in den Schulen, um die Fähigkeiten der Schulabgänger zu steigern. Eine stärkere Teilhabe von Älteren am Erwerbsleben. Steigerung der Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Vereinfachte Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland für ausländische Hochqualifizierte - insbesondere dann, wenn sie in Deutschland bereits studiert haben.

 

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