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Großes Potenzial im Mittelstand für kommende Börsengänge

Berlin/Frankfurt am Main, 12.11.2007 14:56 Uhr (redaktion)

Im deutschen Mittelstand findet sich ein großes Potenzial für kommende Börsengange. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Aktieninstituts, die in Zusammenarbeit mit der Deutsche Börse AG durchgeführt und am Montag auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt vorgestellt wurde.

Insgesamt strebt rund ein Viertel der befragten Unternehmen den Börsengang an oder zieht ihn zumindest grundsätzlich in Erwägung. "Im Vergleich zum Jahr 2003, in dem wir die Ergebnisse einer ähnlichen Befragung veröffentlicht haben, hat sich die Kapitalmarktorientierung im Mittelstand deutlich verfestigt", sagte Rüdiger von Rosen, Leiter des Deutschen Aktieninstituts. Dies sei ein erfreuliches Zeichen für die Akzeptanz der Aktie als Finanzierungsinstrument.

Die befragten Gesellschaften wollen mit den durch den Börsengang eingeworbenen Mitteln in erster Linie weiteres Wachstum finanzieren und damit auch Arbeitsplätze schaffen. Allerdings machen die Umfrageresultate auch deutlich, dass bei mittelständischen Gesellschaften weiterhin erhebliche Bedenken bzw. Vorurteile gegenüber dem Börsengang bestehen. Mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen befürchten, zu klein für einen Börsengang zu sein. "Andere Studien verdeutlichen, dass die Größe einer Gesellschaft kein allein entscheidendes Kriterium der Börsenreife ist", so von Rosen. "Es gilt nun, die Vorteile eines Börsengangs herauszustellen und den deutschen Mittelstand für diese Finanzierungsalternative stärker zu sensibilisieren", sagt von Rosen. Dazu bedürfe es aber eines besseren Zusammenwirkens von Politik und Wirtschaft.

Die komplette Studie steht hier zum Download zur Verfügung (pdf-Datei, 700 KB)

 

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