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Investmentgesetz: Aus für Kostenvorausbelastung bei Investmentfonds

Berlin, 12.11.2007 10:11 Uhr (redaktion)

Gute Nachrichten für Fondssparer: Verbraucher sind in Zukunft vor Kostenvorausbelastungen geschützt. Das hat das Parlament am Donnerstag mit der Modernisierung des Investmentgesetzes beschlossen. "Mit dem Verzicht auf die Kostenvorausbelastung wird ein verbraucherfreundlicher Impuls für den Fondsmarkt gegeben", sagt Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Bislang konnten Anleger ausländischer Investmentfonds durch eine Kostenvorausbelastung dazu verpflichtet werden, die Abschlusskosten für alle Sparleistungen bereits zu Vertragsbeginn auf einen Schlag zu zahlen. Nach dem neuen Gesetz ist diese Form der Kostenverrechnung nicht mehr möglich - weder für ausländische noch für nationale Gesellschaften. "Das Verbot bewahrt Verbraucher vor aggressiven Vertriebspraktiken und Kapitalverlusten", so Billen. Durch den Verzicht auf die Kostenvorausbelastung seien Fondssparpläne fortan flexible Anlageprodukte, bei denen Sparer jederzeit ohne Nachteile auf das Sparguthaben zugreifen können.

Trotz des Erfolges - der Verzicht auf die Kostenvorausbelastung - kritisiert der vzbv, dass wichtige, ursprünglich vom Finanzministerium vorgeschlagene Maßnahmen zum Anlegerschutz im Gesetzestext gekippt wurden. "Das Gesetz greift zu kurz, um den Finanzplatz Deutschland zu stärken. Weitere Maßnahmen zum Anlegerschutz bei Fondsprodukten sind notwendig", resümiert Billen. Konkret fordert der vzbv:


 

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