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Engagement: Spitzenverbände der Wirtschaft ehren vorbildliche Unternehmen

Berlin, 04.12.2007 10:19 Uhr (redaktion)

Die Sieger des Unternehmenswettbewerbs der Initiative "Freiheit und Verantwortung" sind gekürt: Für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet wurden die Bayer AG, Leverkusen, die Barnstorfer LR Gebäudereinigung GmbH und Niko Nissen, Niebüll.

Am gestrigen Montagabend erhielten die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs die ideellen Preise im Berliner Schloss Bellevue in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler, dem Schirmherr von "Freiheit und Verantwortung". Träger der Initiative sind die vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft und die "Wirtschaftswoche".

Unter den 67 eingereichten Bewerbungen waren in diesem Jahr Projekte kleiner Unternehmen besonders gut vertreten. Für Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, ein gutes Zeichen: "Unsere Gesellschaft braucht Vorbilder mit Kompetenz und Courage. Viele – vor allem kleinere – Unternehmen engagieren sich aber eher im Verborgenen. Die Initiative will gerade diese 'hidden champions' des gesellschaftlichen Engagements hervorheben, um andere Unternehmen zur Mithilfe bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme anzuspornen."

In der Kategorie "Kleine Unternehmen" entschied sich die Jury für das Projekt "Tschernobyl-Hilfe" von Niko Nissen. Das Unternehmen für Hörgeräteakustik engagiert sich seit 1995 nachhaltig mit Hilfsgütern, Medikamenten und geldwerten Leistungen in Höhe von 350.000 Euro in der weißrussischen Region Pinsk.

Reinhard Göhner, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, unterstrich: "Preiswürdig fanden wir vor allem die Idee von Niko Nissen, die Patenschaft über ein Taubstummenheim zu übernehmen und 1.300 taubstumme beziehungsweise schwerhörige Kinder mit Hörgeräten zu versorgen, damit sie die Muttersprache lernen können."

Nach dem Prinzip "Hilfe durch Selbsthilfe" schulte das Unternehmen zudem Lehrkräfte zu Technikern, um Ohrstücke selbst herstellen zu können, und installierte in Bresk Geräte zur Früherkennung von Hörstörungen.

Der Preis der Kategorie "Mittlere Unternehmen" ging an das Unternehmen LR Gebäudereinigung GmbH für das Projekt "Patenschaft Sri Lanka". Mit Hilfe von 300.000 Euro Spendengeldern und Sachleistungen konnten unter anderem sechs Kindergärten gebaut und die Gehälter für jeweils zwei Lehrer auf zwei Jahre gesichert werden.

2006 wurde ein Berufsbildungszentrum für arbeitslose Jugendliche eingerichtet. In diesem Jahr ist ein Mini-Kreditprogramm zur Existenzsicherung von Frauen angelaufen. Heinrich Traublinger, Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, betonte: "Aus der Tsunami-Hilfe ist ein beeindruckendes Projekt erwachsen. Großartig finde ich, dass die Auszubildenden in die Umsetzung eingebunden sind. Das stärkt ihre soziale Kompetenz und ihr gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein."

Die Bayer AG erhielt den Preis in der Kategorie "Große Unternehmen" für das Projekt "Ein Jahrhundert Bayer.Kultur". Nach dem Motto "Kulturarbeit ist Bildungsarbeit" fördert die Bayer AG jährlich über 100 Kulturveranstaltungen in den Sparten Theater, Musik, Tanz und bildende Kunst.

"Das Unternehmen verzahnt die Programme stark mit den jeweiligen Werkstandorten und trägt somit zur Attraktivität des Standortes und der Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen bei", lobte Jürgen R. Thumann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Die Bayer AG kooperiert eng mit Schulen, um früh das Interesse von Kindern und Jugendlichen an der Kultur zu wecken. Über 1.300 Mitarbeiter der Belegschaft sind in 17 werkseigenen kulturellen Ensembles aktiv.

In den engeren Kreis der Nominierten kamen darüber hinaus folgende Unternehmen:

Kategorie "Kleine Unternehmen"

Kategorie "Mittlere Unternehmen" Kategorie "Große Unternehmen"

 

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