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Update: Weniger Ausgaben zu Weihnachten dafür in die Altersvorsorge investieren

Bonn, 13.12.2007 18:31 Uhr (redaktion)

Zum Weihnachtsfest 2007 greifen die europäischen Verbraucher teils tief in ihre Taschen. Die Iren, die seit Jahren die Ausgaben-Hitliste zur Weihnachtszeit anführen, lassen sich auch dieses Jahr nicht lumpen. Den stolzen Betrag von 1431 Euro wollen sie für weihnachtliche Festivitäten, einschließlich der Gaben unterm Weihnachtsbaum, ausgeben.

Das ist ein Plus von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Briten geben mit 1 007 Euro um sieben Prozent mehr aus als zur Weihnachtszeit 2006.

Weihnachtsausgaben nach Länder
Weihnachtsausgaben nach Länder

Auch die Spanier steigern ihre Weihnachtsausgaben um über fünf Prozent auf 951 Euro. Nicht alle Europäer wollen oder können so viel Geld für das Weihnachtsfest ausgeben. So teilen sich die deutschen und niederländischen Konsumenten den vorletzten und letzten Platz auf einer Ausgabenliste von zehn europäischen Ländern. In Deutschland will man durchschnittlich 420 Euro für Weihnachten ausgeben, in den Niederlanden 411 Euro. Diese Summen liegen deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.

Quelle: Deloitte, 2007

Update:

Die Gabentische könnten in Deutschland dieses Jahr deutlich bescheidener gedeckt werden. In einer bundesweiten Umfrage der Postbank zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach gibt exakt jeder dritte Berufstätige (33 Prozent) an, auch bei Weihnachtsgeschenken sparen zu wollen, um eine bestehende private Altersvorsorge aufstocken zu können. In 2006 ergab die Untersuchung eine Bereitschaft von lediglich 23 Prozent.

Hintergrund: Fast die Hälfte aller Berufstätigen, genau 42 Prozent, empfindet inzwischen die eigenen Aufwendungen zur Altersvorsorge als unzureichend. Und 46 Prozent der Berufstätigen geben dementsprechend an, künftig ihre Investitionen hierin aufzustocken zu wollen. Deutlich wird die Einsicht, nicht ausreichend vorgesorgt zu haben, auch an folgenden Zahlen: Derzeit liegen die monatlichen Ausgaben der Berufstätigen für die private Altersvorsorge bei durchschnittlich knapp 200 Euro im Monat, als ideal werden von ihnen jedoch rund 270 Euro erachtet.


 

Besonders ausgeprägt ist die Bereitschaft, an Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken zugunsten des Ausbaus einer bestehenden Altersvorsorge zu sparen, mit 36 Prozent bei männlichen Berufstätigen.


 

Berufstätige Frauen, die bereits vorsorgen, sagen dies nur zu 30 Prozent. Die Postbank-Studie offenbart darüber hinaus Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen. Während 35 Prozent der westdeutschen Berufstätigen, die bereits Geld aus einer privaten Altersvorsorge erwarten können, an Geschenken zum Ausbau der bestehenden Vorsorge sparen würden, sind es bei den ostdeutschen mit 26 Prozent deutlich weniger. Interessant ist darüber hinaus der Blick auf die verschiedenen Altersgruppen.

Die 16- bis 29-jährigen Berufstätigen mit privater Altersvorsorge sind am wenigsten bereit, bei den Ausgaben für Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke zu sparen (28 Prozent), bei den 30- bis 49-jährigen Berufstätigen sind es dagegen 36 Prozent.

 

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