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Durch Finanzkrise bis zu 5 Mio. Arbeitsplätze weltweit gefährdet

Genf, 24.01.2008 09:50 Uhr (redaktion)

Die Finanzkrise und der hohe Ölpreis könnten in diesem Jahr nach Einschätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weltweit fünf Millionen Arbeitsplätze kosten.

Im vergangenen Jahr seien überall auf der Welt 45 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen worden, in diesem Jahr würden es nur 40 Millionen sein, erklärte die ILO-Expertin Dorothea Schmidt in Genf. Damit würden fünf Millionen Menschen weniger in Arbeit kommen.

Insgesamt waren nach Angaben der ILO im vergangenen Jahr knapp 190 Millionen Menschen weltweit arbeitslos, eine Quote von sechs Prozent. Das verlangsamte Wachstum werde dafür sorgen, dass diese Quote auf 6,1 Prozent ansteigen werde.

Die ILO erstellte ihre Prognose vor den Börsenturbulenzen dieser Woche. Deshalb müssten die Voraussagen "ohne Zweifel noch revidiert werden", erklärte ILO-Experte José Salazar-Xirinachs. Die Arbeitslosigkeit könnte in diesem Jahr einen historischen Rekord erreichen, warnte ILO-Generaldirektor Juan Somavia.

Die Entwicklung betreffe vor allem die Industrieländer. In den Schwellenländern Asiens dagegen rechnet die ILO mit einem weiter starken Wachstum und einem entsprechend Aufbau von Arbeitsplätzen. In Südasien seien im vergangenen Jahr am meisten neue Stellen geschaffen worden, in der Region allein seien 28 Prozent der 45 Millionen neuen Arbeitsplätze entstanden. Allerdings handele es sich in der Mehrzahl um Jobs ohne Schutz am Arbeitsplatz und ohne soziale Absicherung.

 

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