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EU fördert Standing kleiner und mittlerer Unternehmen - Small Business Act

Berlin/Brüssel, 09.02.2008 11:10 Uhr (redaktion)

ZDH begrüßt Small Business Act der EU-Kommission. Der Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen, hat jetzt ein umfassendes Vorschlagspaket angestoßen, mit dem Handwerk und KMU ihrem hohen wirtschaftlichen Stellenwert entsprechend europaweit Aufmerksamkeit erfahren sollen.

Das ist nicht zuletzt ein Ergebnis der „Europäischen Handwerkskonferenz 2007“ in Stuttgart. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) begrüßt diese „Europäische Initiative für kleine und mittlere Unternehmen“ und beteiligt sich aktiv an der inhaltlichen Ausgestaltung.

Im Rahmen eines Treffens zwischen Wirtschaftsvertretern, dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jose Manuel Barroso und dem Vizepräsidenten Günter Verheugen (6. Februar 2008 in Brüssel) erklärte Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des ZDH: „Die Initiative zum Small Business Act erfährt unsere volle Unterstützung. Sie ist geeignet, den Fortbestand der auf den Weg gebrachten Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen nachhaltig zu sichern und durch weitere, notwendige Maßnahmen zu verstärken. Neben der systematischen Berücksichtigung und Beteiligung von KMU bei der Politikgestaltung setzen wir uns insbesondere für eine starke Gewichtung der Pfeiler Ausbildung und Innovation ein.“

Konkret regt der ZDH die Verbesserung des Innovations- und Wissenstransfers durch geschulte Fachleute an, sowie den besseren Zugang zu Finanzierungsmitteln, die auf Kleinbetriebe zugeschnitten sind. Weitere Punkte: Schüler müssen im Unterricht verstärkt angeregt werden, sich für eine Unternehmerkarriere zu interessieren; der europäische Mobilitätsgedanke muss gerade beim Berufsnachwuchs gefördert werden – etwa durch ein Austauschprogramm für Lehrlinge und Jungunternehmer, vergleichbar dem an Universitäten praktizierten ERASMUS-Programm. Eins liegt Schleyer besonders am Herzen: „Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland hat sich bewährt und wird immer häufiger in anderen EU-Ländern kopiert. Es muss daher als „good practice“ verstärkt gefördert werden."

Die „Europäische Initiative für kleine und mittlere Unternehmen“ wird bis zum 31. März 2008 einer öffentlichen Befragung der Interessenvertreter unterzogen. Nach der Auswertung der Einsendungen wird die Europäische Kommission die Initiative im Juni 2008 beschließen.

 

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