Hamburg, 24.02.2008 20:16 Uhr (redaktion)
Seit kurzem tritt in Hamburg eine Person in den Vordergrund, die auch auf Bundesebene wesentlich werden kann. Schließlich interssiert sich die CDU, sowohl von Beust als auch Profalla, für eine CDU/Grünen Kombination in Hamburg. Hier eine kurze Vorstellung von Christa Goetsch.
Christa Goetsch (BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN)
Die Frau, die kein verzweifeltes Hausmütterchen sein will, gilt als eine der profilierten Politikerinnen der Hansestadt. Christa Goetsch, 1952 in Bonn geboren, verheiratet, ein erwachsener Sohn, Italien-Fan. Die Studienrätin unterrichtete in Hamburg Chemie und Biologie, als sie vor elf Jahren erstmals in die Bürgerschaft gewählt wurde. Seit Christa Goetsch der GAL-Fraktion vorsteht, ruht der Beruf. Doch das Thema Schule ist Berufung. Ihre Erfahrungen prägten das Konzept "Neun macht klug", mit dem die GAL für eine einheitliche Schulstruktur nach skandinavischem Vorbild wirbt. Das geplante Zwei-Säulen-Modell der Hamburger CDU mit dem Nebeneinander von Stadtteilschule und Gymnasium wieder zu kippen, bleibt eines ihrer politischen Hauptziele. Vor allem Migranten-Kinder brauchten bessere Chancen, weil ihre Fähigkeiten benötigt würden: "Wir verschenken ohne Ende Leute", sagt Goetsch.
Knallige Farben, dunkle Locken, ein durchaus resolutes Auftreten: Christa Goetsch kennt sich mittlerweile aus im kleinteiligen Getriebe von Politik und Behörden, die in Hamburg besonders eng miteinander verwoben sind. Und sie hat Lust auf Politik, wenn sie machbar ist: "In den rot-grünen Koalitionsverhandlungen habe ich damals mehr verändern können als in 15 Jahren Gewerkschaftsarbeit!" Goetsch tritt vor Ausländer-Initiativen ebenso offen auf wie vor manchen Pfeffersäcken aus der Wirtschaft. "Wir haben Konzepte für die Probleme einer Großstadt und kommen oft zu ähnlichen Ergebnissen wie die Handelskammer", sagt Goetsch.
(NDR)
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