Berlin, 25.02.2008 16:10 Uhr (redaktion)
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und seine Mitglieder ziehen eine positive Zwischenbilanz ihrer bundesweiten Kampagne zum Stromanbieterwechsel. Unter dem Motto "Strom. Jetzt wechseln. Jetzt sparen" setzten sie sich mit Erfolg gegen die Preiserhöhungen der Stromversorger zur Wehr und riefen die Kunden bundesweit zum Wechsel ihres Stromanbieters auf.
"Auch wenn klar ist, dass nicht allein wir Auslöser der Wechsel-Welle in Deutschland waren - an der Verdopplung der Wechselzahlen hatten wir einen maßgeblichen Anteil", resümiert Vorstand Gerd Billen. Die Kampagne hat gezeigt: Ein Wechsel ist einfach und ohne Risiko möglich und spart bares Geld. Zum Weltverbrauchertag im März wird der Bundesverband und seine Mitglieder neben dem Anbieterwechsel das Thema Strom-Sparen ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Mit ihrer in der vergangenen Woche als beste nationale Verbraucherkampagne des Jahres 2007 ausgezeichneten
Wechselkampagne trafen die Verbraucherzentralen den Nerv der Verbraucher.
Wechsel-Dynamik ungebrochen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband rechnet mit einer weiterhin hohen Wechselrate und Nachfrage nach anbieterneutraler Beratung. Das zeigen unter anderem die Ergebnisse einer Online-Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes: 13.000 Nutzer hatten seit Mitte Oktober 2007 an der Befragung teilgenommen. Rund 10 Prozent gaben an, im Kampagnenzeitraum ihren Stromanbieter oder -tarif gewechselt zu haben. Demnach hatten sich knapp drei Prozent für einen Ökostromanbieter entschieden. Von den übrigen plant die überwältigende Mehrheit von 96 Prozent einen Wechsel. "Die Umfrage zeigt, dass der Druck der Verbraucher auf die Anbieter ungebremst ist", so Billen.
Mit ihrer Kampagne erreichten der Verbraucherzentrale Bundesverband und seine 41 Mitgliedsverbände bundesweit mehrere Millionen Verbraucher. Ein Strompreischeck für die 100 größten Städte und die Kampagnen-Website versorgten die Verbraucher mit allen wichtigen Informationen zum Wechsel. Einen Ansturm gab es auch auf die persönlichen Bratungsangebote der Verbraucherzentralen. "Nicht jeder hat Zugang zum Internet und damit zum nächsten Tarifrechner", erklärt der vzbv-Vorstand. Mit zahlreichen Beratungsangeboten, teilweise wegen der großen Nachfrage auch für Gruppen, boten die Verbraucherzentralen die geeignete Anlaufstelle für den richtigen Durchblick im Tarif-Dschungel. Auch das politische Interesse und die Unterstützung waren und sind groß.
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