Düsseldorf, 26.02.2008 16:27 Uhr (redaktion)
Die Gerresheimer AG hat das Geschäftsjahr 2007 mit Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Vorstandsvorsitzender Dr. Axel Herberg: „Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2008 mit weiter steigenden Umsätzen und einer verbesserten Marge.“
Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 48,1 Prozent auf 957,7 Mio. Euro (2006: 646,7 Mio. Euro). Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte weist Gerresheimer ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum von 8,4 Prozent aus. Das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) stieg von 122,6 Mio. Euro im Vorjahr um 48,1 Prozent auf 181,6 Mio. Euro. Die operative Stärke zeigt sich in der Adjusted EBITDA-Marge von 19,0 Prozent.
Die vor dem Börsengang bestehende Verschuldung sowie die Einmalkosten des IPO schlagen sich in einem Konzernergebnis von 0,8 Mio. Euro (2006: -25,0 Mio. Euro) nieder. Bereits im 4. Quartal 2007 hingegen betrug das Konzernergebnis 13,9 Mio. Euro und erreichte damit eine Größenordnung, die nicht mehr von IPO-Kosten beeinträchtigt war und erstmals auch die niedrige Verschuldung des Unternehmens widerspiegelt. Das bereinigte Konzernergebnis legte im Gesamtjahr kräftig auf 44,3 Mio. Euro (2006: 8,7 Mio. Euro) zu.
Die Geschäftsbereiche
Der Umsatz im Geschäftsbereich Tubular Glass betrug im Jahr 2007 271,2 Mio. Euro und lag damit um 11,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 243,4 Mio. Euro. Das Adjusted EBITDA stieg auf 66,7 Mio. Euro. (2006: 61,9 Mio. Euro). Zu diesem Wachstum trug insbesondere der um 61 Prozent gestiegene Absatz füllfertig gelieferter RTF®-Spritzen bei. Mit der Inbetriebnahme einer zweiten RTF®-Spritzenlinie hat Gerresheimer die Produktionskapazitäten deutlich erweitert, um der anhaltend hohen Nachfrage gerecht zu werden. Eine dritte Fertigungslinie dieser Art ist bereits in Planung und wird voraussichtlich 2009 in Betrieb gehen.
Der Geschäftsbereich Plastic Systems erzielte 2007 einen Umsatz von 299,7 Mio. Euro gegenüber 48,2 Mio. Euro im Vorjahr und ein Adjusted EBITDA von 56,1 Mio. Euro (Vorjahr: 12,0 Mio. Euro). Zurückzuführen ist diese Steigerung im Wesentlichen auf die Akquisition der Wilden Gruppe, die in den elf Monaten ihrer Konzernzugehörigkeit erheblich zu dem Ergebnis des Bereichs Plastic Systems beitrug. Sehr erfreulich war das Wachstum im Kerngeschäft der medizinischen Kunststoffsysteme.
Der gesteigerte Absatz bei Flaschen für die Pharmaindustrie sowie bei Parfumflakons und Cremetiegeln für den Kosmetikmarkt resultierten in einem Umsatzwachstum des Geschäftsbereichs Moulded Glass von organisch 8,7 Prozent. Insgesamt erwirtschaftete der Bereich einen Umsatz von 318,8 Mio. Euro (2006: 299,4 Mio. Euro) und ein um 19,7 Prozent verbessertes Adjusted EBITDA von 65,1 Mio. Euro. (Vorjahr: 54,4 Mio. Euro). Der deutliche Margenanstieg beruht auf konsequenten Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung.
Das Geschäft im Bereich Life Science Research konnte durch das Mitte 2007 geschlossene Joint Venture mit Thermo Fisher Scientific signifikant ausgebaut werden. Der Umsatz in diesem Bereich stieg um 29,4 Prozent auf 72,2 Mio. Euro (Vorjahr: 55,8 Mio. Euro). Das Adjusted EBITDA erhöhte sich auf 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,4 Mio. Euro). Die Integration der chinesischen Joint Ventures und die Ausweitung der Produktion in China verlaufen planmäßig. Die Wettbewerbsposition des Bereiches Life Science Research wurde damit erheblich gestärkt.
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