Bonn, 28.02.2008 10:16 Uhr (redaktion)
Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn gemacht als 2006: Der Überschuss nach Steuern sank 2007 von 3,85 auf 3,0 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Donnerstag (28.02.08) auf seiner Bilanz-Konferenz in Bonn mit.
Dennoch erhöhte die Telekom die Dividende für ihre Aktionäre um 8 Prozent auf 0,78 Euro pro Aktie. Damit gibt die Telekom 3,4 Milliarden Euro für ihre Aktionäre aus. Rund eine Milliarde fließt an den Großaktionär Bundesrepublik.
Auch das Ergebnis des Konzerns vor Steuern, Zinsen und Abgaben (der sogenannte Ebitda) sank von 19,4 auf 19,3 Milliarden Euro. Ein noch stärkerer Rückgang sei nur durch Rückstellungen und Personalabbau und -umbau verhindert worden. Der Umsatz der Telekom betrug dagegen mit 62,5 Milliarden Euro gut eine Milliarde mehr als im Jahr zuvor. Dazu trugen vor allem Firmen-Einkäufe in Polen, Österreich und den Niederlanden bei. Insgesamt lag das Jahresergebnis im Rahmen der (Experten-)Erwartungen.
Für das laufende Jahr will die Telekom dieses Ergebnis wenigstens halten. Konzern-Chef René Obermann hofft auch auf den US-Markt. Dort möchte T-Mobile in diesem Jahr drei Millionen neue Kunden gewinnen. In Deutschland, wo der Telekom die Kunden eher weglaufen, will man mit T-Home im Breitbandgeschäft einen Marktanteil von mindestens 45 Prozent erreichen - bei den Neukunden.
» Zur Startseite von Finanzen Markt & Meinungen