Stuttgart, 12.03.2008 14:41 Uhr (redaktion)
Nach einem umsatzstarken Start in das neue Börsenjahr präsentierten sich die Anleger im Februar recht zurückhaltend.
Der Umsatz an der EUWAX, dem Marktplatz für verbriefte Derivate, verzeichnete im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat einen leichten Rückgang um 1,5 Prozent auf 8,69 Milliarden Euro. Verantwortlich für die Zurückhaltung der Anleger ist nach Meinung zahlreicher Experten die weiter vorherrschende Unsicherheit an den Finanzmärkten. Neben der Sorge vor einem Abgleiten der amerikanischen Wirtschaft in die Rezession, haben die Rekordstände beim Rohölpreis und die neuen Rekordmarken des Euro gegenüber dem US-Dollar auf die Stimmung gedrückt.
Insbesondere bei Produkten mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont macht sich die Unsicherheit im Umsatzrückgang bemerkbar. Gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnete die Gruppe der Anlagezertifikate einen Rückgang um knapp 22 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro. Bei den Anlagezertifikaten erfreuten sich nach wie vor die Bonus-Zertifikate großer Beliebtheit. Sie verbuchen im Februar mit 1,36 Milliarden Euro einen Anteil von fast 40 Prozent am Gesamtumsatz bei Zertifikaten. Auch wenn im Januar im Rahmen der kräftigen Kursverluste bei zahlreichen Bonus-Zertifikaten der Basiswert die festgelegte Sicherheitsschwelle durchbrochen hat, und damit der Anspruch auf die Bonuszahlung verloren ging, setzen viele Anleger weiterhin auf Bonus-Zertifikate. Die Volatilität hat sich, verglichen mit dem 4. Quartal 2007, noch immer auf einem recht hohen Niveau bewegt, was besonders den Discount-Zertifikaten zugute kam. Mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro, und damit einem Umsatzanteil von knapp 30 Prozent, folgen Sie den Bonus-Zertifikaten auf Rang Zwei.
Verglichen mit dem Vorjahresmonat konnten sowohl Knock-out Produkte als auch Optionsscheine beim Umsatz zulegen. Bei den Knock-out Produkten wurde der Umsatz auf 3,28 Milliarden Euro gesteigert (ein Plus von 28 Prozent). Bei den Optionsscheinen lag die Steigerungsrate bei 4,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro.
Im Februar hat sich das Umsatzverhältnis von Hebel- zu Anlageprodukten wieder zugunsten der Hebelprodukte verschoben. Knock-out Produkte, Optionsscheine und Exoten vereinen im Februar 59,5 Prozent des Gesamtumsatzes auf sich. Im Vorjahresmonat lag der Anteil noch bei 49 Prozent.
Quelle: EUWAX
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