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Boris Rhein - der neue starke Mann in der Hessen-CDU

Frankfurt/Main, 15.03.2008 17:30 Uhr (redaktion)

Wirtschaftsdezernent Boris Rhein ist am Samstag zum neuen Vorsitzenden der Frankfurter CDU gewählt worden. Er hatte keinen Gegenkandidaten und erhielt 91 Prozent der Stimmen. Viele sehen ihn bereits als den kommenden starken Mann der hessischen CDU.

Wie der hessische Rundfunk berichtet, hatte Rhein keinen Gegenkandidaten und erhielt beim Kreisparteitag der Frankfurter Union 91,1 Prozent der Stimmen. 287 Delegierte stimmten für Rhein, 17 gegen ihn und 11 enthielten sich der Stimme. Der 36-Jährige tritt damit die Nachfolge von Udo Corts an. Bislang war Rhein einer der vier Stellvertreter von Corts.

Der 53 Jahre alte Corts, Wissenschafts- und Kunstminister in Wiesbaden, hatte bereits im vergangenen Jahr seinen Abschied aus der Politik nach der Landtagswahl angekündigt.

Rhein gilt als "Shootingstar"
Rhein hat in der Union schnell Karriere gemacht. Mit 24 Jahren wurde er Chef der Frankfurter Jungen Union. Mit 27 Jahren saß er im Landtag. Als er 2006 das Frankfurter Ordnungsdezernent übernahm war er gerade mal 34 Jahre alt. Politisch lässt der Jungpolitiker sich schwer einordnen. Der Strafrechtsexperte galt lange sogar in der eigenen Partei als strammer Law-and-Order-Typ. Auf der anderen Seite hat er den Wehrdienst verweigert und sich früh für eine Öffnung zu den Grünen stark gemacht. Rhein will den Umbau der CDU zur modernen Großstadtpartei vorantreiben, die sich allen Gesellschaftsschichten öffnen soll.

So kündigte Rhein an, er wolle Gebildete, Frauen und jügerne Menschen wieder stärker an die CDU heranführen. Über die Frankfurter schwarz-grüne Koalition sagte er, sie sei ein gutes Vorbild für Hessen.

Der neue starke Mann der Hessen-CDU?
Wirtschaftspolitisch gibt sich Rhein eher konservativ und lehnt staatliche Einflüsse ab. Der CDU-Politiker kommt aus dem Mittelstandsflügel der Union, wurde aber 2007 gegen seinen Wunsch von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth vom Ordnungs- zum Wirtschaftsdezernenten gemacht. Konfrontiert mit einer der schlimmsten städtischen Pleiten der vergangenen Jahrzehnte, dem Wegzug der Deutschen Börse ins benachbarte Eschborn, forderte Rhein dann gleich eine weitere Senkung der Gewerbesteuer.

Rhein gilt vielen als CDU-Hoffnungsträger. So wird er als aussichtsreicher Anwärter für die Nachfolge von Petra Roth gehandelt, die nach Ablauf ihrer dritten Amtszeit im Jahr 2013 in Pension gehen wird. Aber auch auf Landes- und Bundesebene sehen viele Rhein als kommenden starken Mann der hessischen CDU.

(Quelle/Text: Hessischer Rundfunk)

 

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