München, 17.03.2008 09:33 Uhr (redaktion)
Der Technologiekonzern Siemens ist von seinen Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr abgerückt.
Vor allem unprofitable Großprojekte in der Kraftwerkssparte, dem Zugsegment und dem IT-Bereich belasten alleine das Ergebnis des laufenden Quartals mit rund 900 Millionen Euro, wie das Unternehmen in der Nacht zum Montag mitteilte. Eine Überprüfung der Projekte habe einen entsprechenden Korrekturbedarf zutage gefördert. "Die bisherigen Ergebnisse lassen einen materiellen Einfluss auf die Ertragsentwicklung des laufenden Geschäftsjahres erkennen", hieß es. Bislang war Siemens für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, davon ausgegangen, seinen Umsatz um die doppelte Rate des Weltwirtschaftswachstums zu steigern. Das operative Ergebnis hätte wiederum doppelt so stark wie der Umsatz wachsen sollen.
Vor allem in der ohnehin gebeutelten Kraftwerkssparte seien neue Belastungen aus der angespannten Lage auf den Beschaffungsmärkten zu verzeichnen. Zudem finde Siemens nur noch schwer erfahrene Projektingenieure. Im Bahnbereich schlagen dem Konzern einmal mehr Probleme mit dem Zug "Combino" sowie Verzögerungen bei Großprojekten ins Kontor. Daneben stornierte ein Kunde in Großbritannien einen Auftrag der IT-Sparte SIS.
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