Frankfurt/Main, 18.03.2008 15:35 Uhr (redaktion)
TOP-Artikel: Der Deutsche Derivate Verband (DDV) veröffentlicht zum ersten Mal die Marktanteile der Emittenten basierend auf dem Marktvolumen und den Börsenumsätzen im Vergleich. Im vierten Quartal 2007 haben sich die Marktanteile der Zertifikateanbieter jeweils nur geringfügig verändert. Beim Marktvolumen ist die Deutsche Bank weiterhin Marktführer, bei den Börsenumsätzen hat die Commerzbank die Nase vorn.
Bei einem Vergleich der beiden Statistiken sind die verschiedenen Datenquellen und die unterschiedliche Zahl der einbezogenen Emittenten zu beachten. Die Börsenumsatzstatistik stellt die Umsätze aller Emittenten an allen drei deutschen Börsen dar, an denen Zertifikate gehandelt werden (Frankfurt, Stuttgart, Berlin). Über die Börsen werden knapp 40 Prozent aller Zertifikategeschäfte abgewickelt.
Die Marktvolumenstatistik gibt das in Zertifikaten investierte Vermögen – den so genannten Open Interest – der Privatanleger in Deutschland wieder. Dazu melden die Emittenten alle Zertifikategeschäfte, die in ihren Handelssystemen aufgeführt sind. Bisher nehmen 13 Emittenten an der Marktvolumenstatistik teil: BNP Paribas, Deutsche Bank, Dresdner Bank, DZ BANK, Goldman Sachs, HSBC Trinkaus, HypoVereinsbank, Sal. Oppenheim, UBS und WestLB. Drei Emittenten, BayernLB, NORD/LB und SEB, werden in den folgenden Tabellen unter „Sonstige Emittenten“ zusammengefasst. Insgesamt deckt diese Statistik etwa 70 Prozent des ausstehenden Zertifikatevolumens ab.
Den größten Anteil am investierten Volumen in derivativen Wertpapieren (Anlagezertifikate und Hebelprodukte) hat auch im vierten Quartal 2007 die Deutsche Bank (s. Tabelle M 1). Trotz eines moderaten Rückgangs ihres Marktanteils von 23,9 Prozent auf 22,6 Prozent belegt sie weiterhin den ersten Platz. Dahinter folgen die DZ BANK mit 17,6 Prozent und die HypoVereinsbank mit 11,8 Prozent. Bereits das zweite Mal in Folge hat die Dresdner Bank aufgeholt, die ihren Marktanteil von 7,9 Prozent auf 8,6 Prozent erhöhen konnte und nun auf Platz fünf vorgerückt ist.
Über den DDV
Der Deutsche Derivate Verband (DDV) e.V. ist die Branchenvertretung der 18 führenden Emittenten derivativer Wertpapiere in Deutschland: ABN AMRO Bank, BNP Paribas, Citigroup, Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, DZ BANK, Goldman Sachs, HSBC Trinkaus, HypoVereinsbank, JP Morgan, LBBW, Sal. Oppenheim, Société Générale, UBS, Vontobel, WestLB und WGZ Bank. Der DDV, der Mitte Februar 2008 gegründet wurde, repräsentiert damit etwa 90 % des Gesamtmarktes mit einem Marktvolumen von gut 135 Mrd. Euro. Als politischer Interessenverband ist der DDV sowohl in Berlin als auch in Brüssel aktiv. Die Verbesserung der Verständlichkeit und Transparenz der Produkte und der Schutz der Anleger zählen zu den wesentlichen Zielen des DDV.
» Zur Startseite von Finanzen Markt & Meinungen