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Telekom macht weniger Gewinn - Festnetzsparte bleibt Sorgenkind

Bonn, 19.03.2008 17:06 Uhr (redaktion)

Die Deutsche Telekom rechnet in ihrer Festnetzsparte angesichts des harten Wettbewerbs in diesem Jahr mit weiter rückläufigen Erlösen und Gewinnen.

Der Umsatz werde voraussichtlich um vier bis sechs Prozent schrumpfen, sagte der zuständige Vorstand Timotheus Höttges am Mittwoch. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) sinke wohl sogar um fünf bis acht Prozent. 2010 sei dann aber mit keinen weiteren Rückgängen zu rechnen. 2007 hatte sich der Umsatz der Sparte um acht Prozent auf 22,7 Milliarden Euro verkleinert, der Betriebsgewinn um 14 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.

Den Schrumpfungsprozess im angestammten Geschäft mit traditionellen Telefonanschlüssen will die Telekom vor allem mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen und einem Sparprogramm entgegenwirken. Nach Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro in der unter der Marke T-Home geführten Sparte im vergangenen Jahr sollen die Kosten in diesem Jahr um eine weitere Milliarde Euro sinken. Während die Telekom bei traditionellen Telefonanschlüssen 2008 mit einem Minus um 1,7 bis 1,9 Millionen rechnet - wodurch der Marktanteil von 82 auf 73 bis 75 Prozent sinken wird - seien bei Breitbandanschlüssen Steigerungen zu erwarten.

Die Telekom will in diesem Jahr 1,6 Millionen Breitband-Kunden gewinnen und ihren Marktanteil in dem Segment damit um mindestens einen Prozentpunkt auf 45 Prozent erhöhen. Auch im Jahr 2010 will die Telekom bei Breitbandanschlüssen einen Marktanteil von über 45 Prozent haben, während sie bei klassischen Anschlüssen bis dann mit einem Rückgang auf 65 Prozent rechnet.

(Quelle: reuters)

 

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