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Bilanzierung von Pensionszusagen: Ab 2009 steigt für Unternehmen der Aufwand

Freiburg, 01.04.2008 17:05 Uhr (redaktion)

Durch die geplante Anpassung der HGB-Bilanzrichtlinien an internationale Standards müssen künftig Pensionszusagen in allen bilanzierenden Betrieben ab 2009 neu bewertet werden.

Während bisher bei kleineren bilanzierenden Betrieben häufig die steuerliche Bewertung der Pensionszusagen nach § 6a EStG (Richttafeln nach Heubeck) auch Eingang in die Handelsbilanz fand, wird das, was bisher zwar möglich, aber nicht nötig war, ab 2009 Realität.

Für die Handelsbilanz müssen die Pensionsverpflichtung ab diesem Zeitpunkt marktgerecht bewertet werden. Das heißt, künftig müssen Unternehmer und Steuerberater entscheiden, mit welchem Zins, welchen Sterbetafeln und gegebenenfalls mit welchen Gehaltstrends eine Pensionsverpflichtung bewertet wird.

Zwei Gutachten nötig
Klar ist, dass sich die Bewertungskriterien von denen des IFRS-Standards unterscheiden werden, sodass künftig jeder Betrieb zwei versicherungsmathematische Gutachten benötigt: eines für die Handels- und eines für die Steuerbilanz. Stellt das Unternehmen auch eine IFRS-Bilanz auf, so ist hierfür ein drittes Gutachten erforderlich.

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben eine handelsrechtliche Verteilung des Mehraufwands über 15 Jahre vorgeschlagen, um den Übergang für die Unternehmen einfacher zu gestalten.

(Haufe)

 

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