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Dividendenstrategie: Eine Strategie mit Gewinn?

Frankfurt/Main, 05.04.2008 14:49 Uhr (redaktion)

Von Dr. Franz-Josef Leven (DAI): In diesen Wochen finden wieder die jährlichen Hauptversammlungen statt, auf denen die Aktionäre darüber entscheiden, welcher Anteil des Jahresgewinns des Unternehmens als Dividende ausgeschüttet wird.

Die Höhe der Dividendenzahlung und der Unternehmenswert stehen in einem engen Verhältnis. Eine hohe Dividende ist immer auch ein Signal für unternehmerische Stärke.

Nicht nur Investoren, für die ein jährlicher Rückfluss aus ihrer Aktienanlage wichtig ist, konzentrieren sich daher gern auf die dividendenstarken Substanzwerte, die sich in der Vergangenheit häufig besser als der Marktdurchschnitt entwickelt haben. Viele institutionelle Anleger oder Aktienfonds verfolgen deshalb bewusst eine Dividendenstrategie, bei der das Depot vor allem aus dividendenstarken Aktien besteht.

Gerade in turbulenten Börsenzeiten ist eine hohe Dividendenrendite auch ein guter Schutz gegen übermäßige Kursrückgänge, erläutert das Deutsche Aktieninstitut. Wenn ein Kurs so stark fällt, dass die Dividendenrendite so hoch ist wie die Verzinsung erstklassiger Staatsanleihen, werden Anleger diese Aktie kaufen und neben der Dividende auf weitere Kurssteigerungen setzen.

Die Dividendenrendite wird einfach errechnet, indem man den Dividendenbetrag durch den aktuellen Börsenkurs der Aktie teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Allerdings darf der Anleger diese Berechnung nicht mechanisch vornehmen, sondern sollte sich stets fragen, ob die gezahlte Dividende auch in Zukunft zu erwarten ist. Ganz ohne Zeitungslesen oder im Internet schauen geht es also nicht …

 

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