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Citigroup prüft Aufspaltung oder Verkauf ihres Deutschland-Geschäfts

Frankfurt/Main, 11.04.2008 15:18 Uhr (redaktion)

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, prüfe der neue Bankchef Vikram Pandit im Zusammenhang mit dem Umbau des Geldhauses verschiedene Optionen für die auf Privatkunden fokussierte deutsche Citibank.

So werde ein Verkauf des Ratenkreditgeschäfts erwogen, das stark unter dem harten Wettbewerb leidet und den weitaus größten Teil des Deutschlands-Geschäfts ausmacht. "Wenn der Preis stimmt, könnte die Citibank (in Deutschland) verkauft werden", sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person. Ein Sprecher der Citigroup lehnte einen Kommentar ab.

Hinweise zur Zukunft der deutschen Tochter mit ihren 6800 Mitarbeitern könnte es am kommenden Freitag geben, wenn die Citigroup die Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentiert. Pandit hatte Ende März bereits erste Schritte des Konzernumbaus bekanntgegeben. So soll das Privatkundengeschäft in eine weltweite Konsumentenkredit- und eine Kreditkartensparte neuorganisiert werden. Zudem schafft der Konzern neue regionale Einheiten. Die größte US-Bank gehört zu den Instituten, die am stärksten von der weltweiten Finanzkrise betroffen sind. Allein im vierten Quartal fiel ein Verlust von knapp zehn Milliarden Dollar an. Das Deutschland-Geschäft mit seinen 3,2 Millionen Kunden steuerte 2006 zum Vorsteuerergebnis des Konzerns rund drei Prozent bei. Die deutsche Citibank ist auch das Kernstück des Privatkundengeschäfts in Europa.

In einem Mitarbeiterbrief hatte der frühere Chef des europäischen Privatkundengeschäfts, George Awad, im März noch Spekulationen über einen Verkauf der Citibank zurückgewiesen.

(reuters)

 

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