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Region der Woche: Justizakten auf Baustelle in Offenbach gefunden

Offenbach, 18.04.2008 11:20 Uhr (redaktion)

Wie der hessische Rundfunk berichtet, lagen auf einer Offenbacher Baustelle jahrelang und für jedermann zugänglich vertrauliche Justizakten im leerstehenden früheren Gebäude der Staatsanwaltschaft. Die kann sich den Vorfall nicht erklären.

Die Akten fanden sich nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" in Schränken im Keller des entkernten Gebäudes, das derzeit zu einem Supermarkt umgebaut wird. Den Angaben zufolge stammen die Unterlagen, darunter Ermittlungs- und Gerichtsakten, aber auch Schreiben der Generalbundesanwaltschaft, aus den Jahren 1968 bis 1973 und 1998 bis 1999.

Die Staatsanwaltschaft nannte den Fund "mysteriös".
"Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie die Akten dorthin kamen", sagte eine Sprecherin der Zeitung. Zum Zeitpunkt des Auszugs seien die Akten nicht in diesen Schränken aufbewahrt worden. Die Unterlagen seien offensichtlich erst nach dem Umzug der Behörde dort abgelegt worden.

Beim Auszug, da ist sich die Staatsanwaltschaft sicher, standen die Schränke nicht im Keller des Gebäudes. Zwei Abnahmen habe es durch den Hauseigentümer gegeben, da hätten sie einfach auffallen müssen, so die Sprecherin.

Eigentlich hätten die jetzt aufgefundenen Akten schon zwischen 2001 und 2004 vernichtet werden sollen. Das wird jetzt nachgeholt. Abgeholt sind die Unterlagen bereits. Und ermittelt wird auch: "Sobald wir einen Verantwortlichen haben, werden wir dienstrechtliche Schritte einleiten."

(Quelle: hr; Bild: Stadt Offenbach)

 

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