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Neues von Zumwinkel - er verfolgt vom Krankenbett aus Arcandor-HV

Essen, 23.04.2008 14:46 Uhr (redaktion)

Der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel hat die Entscheidung über seine mögliche Wiederwahl als Aufsichtsrat bei Arcandor krankheitshalber verpasst.

Zumwinkel sei erkrankt und nehme deshalb nicht an der Hauptversammlung teil, sagte Aufsichtsratschef Hero Brahms am Mittwoch in Düsseldorf. Der Aufsichtsrat des Handels- und Touristikkonzerns hatte den unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung stehenden Zumwinkel zur Wiederwahl für weitere fünf Jahre nominiert. In der Einladung zur Hauptversammlung firmiert er als Unternehmensberater. Dem Gremium gehört er bereits seit 2003 an. Die Aktionäre sind an die Vorschläge nicht gebunden.

Aktionärsvertreter haben Bedenken wegen Zumwinkel. "Wir sind im operativen Geschäft abhängig vom Image. Wir sollten uns das nicht versauen", sagte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Zwar gelte die Unschuldsvermutung. Aber sobald es zu einer Anklage komme, müsse Zumwinkel aufgefordert werden, sein Mandat niederzulegen.

Aus fast allen anderen Unternehmensgremien war Zumwinkel nach dem Bekanntwerden der Steuer-Ermittlungen ausgeschieden. Unter massivem Druck der Politik hatte er sein Amt als Post-Chef aufgegeben und war als Aufsichtsratschef der Deutschen Postbankund der Deutschen Telekom zurückgetreten. Das Kontrollgremium der Deutschen Lufthansa und den Verwaltungsrat von Morgan Stanley verlässt er ebenfalls.

(ThomsonReuters)

 

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