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Baden-Württemberg: Private Haushalte haben 25,6 Milliarden Euro gespart

Stuttgart, 28.04.2008 15:08 Uhr (redaktion)

Von jedem 100 Euro-Schein wandern in Baden-Württemberg durchschnittlich 11,80 Euro in den Sparstrumpf.

Die Sparleistung der privaten Haushalte in Baden-Württemberg hat im Jahr 2006 trotz der steigenden Konsumausgaben einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Landesamt nach Berechnungen des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« feststellt, haben die Baden-Württemberger insgesamt 25,6 Milliarden Euro gespart und etwa 360 Millionen Euro mehr auf die Seite gelegt als im Jahr 2005.

Dies entspricht einer Zunahme von 1,4 Prozent, allerdings dem niedrigsten Zuwachs des Sparvolumens seit dem Jahr 1999. Auch deutschlandweit wurde im Jahr 2006 mit einer Erhöhung des gesamten Sparaufkommens um 1,5 Prozent der geringste Anstieg in den vergangenen 6 Jahren verzeichnet. Mit durchschnittlich fast 2 390 Euro Ersparnis je Einwohner sind die Baden-Württemberger jedoch auch im Jahr 2006 die eifrigsten Sparer Deutschlands, gefolgt von Hamburg mit 2 380 Euro und Bayern mit 2 240 Euro. Dagegen sparte jeder Bürger im Bundesdurchschnitt nur 1 920 Euro.

Baden-Württemberg Sparleistung
Baden-Württemberg Sparleistung

Die Sparquote, die das Ersparte ins Verhältnis zum Verfügbaren Einkommen (zuzüglich der Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche) setzt, belief sich im Jahr 2006 auf 11,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Sparquote in Baden-Württemberg damit - trotz eines leichten Rückgangs um 0,2 Prozentpunkte - weiterhin auf einem relativ hohen Niveau.

So wanderten seit 2002 rechnerisch von jedem 100 Euro-Schein durchschnittlich über 11 Euro und im Jahr 2005 sogar 12 Euro in die Sparstrümpfe der Baden-Württemberger. Sparen im Sinne der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bedeutet Verzicht auf gegenwärtigen Konsum, mit dem Ziel, in der Zukunft größere Anschaffungen zu tätigen, Vorsorge zu treffen oder auch Vermögen zu bilden. Dies erfolgte im Jahr 2006 insbesondere zugunsten der Alterssicherung im Rahmen betrieblicher Versorgungssysteme.

(Quelle: Statistisches Landesamt BW)

 

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