Stuttgart, 28.04.2008 15:13 Uhr (redaktion)
Wie das Statistische Landesamt nach Berechnungen des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« feststellt, haben die privaten Haushalte in Baden-Württemberg im Jahr 2006 Güter und Dienstleistungen im Wert von 190,9 Milliarden Euro konsumiert.
Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme der privaten Konsumausgaben um etwa 5,6 Mrd. Euro oder nominal 3 Prozent. Unter Berücksichtigung des gestiegenen Preisniveaus fällt der tatsächliche Anstieg mit 1,5 Prozent zwar vergleichsweise gering aus. Es konnte jedoch nicht nur nominal, sondern auch real die höchste jährliche Zuwachsrate seit dem Jahr 2001 verzeichnet werden.
Darüber hinaus sind die Konsumausgaben seit dem Jahr 2000 erstmals wieder stärker gewachsen als das Verfügbare Einkommen. Dazu dürfte auch das Vorziehen von Käufen durch die Erhöhung der Umsatzsteuer zum 1. Januar 2007 beigetragen haben. Je Einwohner verbleibt im Vergleich zum Jahr 2005 - trotz der gestiegenen Bevölkerungszahl - eine reale Zunahme des privaten Konsums um 1,4 Prozent. Mit diesem Wachstum liegt Baden-Württemberg über der bundesweiten Entwicklung von 1,1 Prozent.
Rechnerisch konsumierte jeder Baden-Württemberger im Jahr 2006 Güter und Dienstleistungen im Wert von gut 17 770 Euro. Gemessen am Bundesdurchschnitt mit 16 480 Euro je Einwohner sind das 1 290 Euro oder fast 8 Prozent mehr. Lediglich in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen wird mit 21 790 und 19 620 Euro der Pro-Kopf-Verbrauch des Südwestens übertroffen.
Unter den Flächenländern folgen auf Baden-Württemberg die Länder Nordrhein-Westfalen (17 410 Euro je Einwohner) sowie Bayern (17 370 Euro je Einwohner). Unterdurchschnittliche Konsumausgaben finden sich nach wie vor in den neuen Bundesländern. Mit einem privaten Konsum in Höhe von 13 680 Euro je Einwohner kommen dabei die Sachsen dem bundesweiten Pro-Kopf-Verbrauch am nächsten. Das Schlusslicht bildet Mecklenburg-Vorpommern: Hier werden mit 13 110 Euro je Einwohner rund 20 Prozent weniger an Gütern und Dienstleistungen konsumiert als im Bundesdurchschnitt.
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