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DGB-Vorsitzender Sommer schlägt eine Manager-Steuer vor

Berlin, 30.04.2008 10:16 Uhr (redaktion)

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, will gut verdienende Manager stärker zur Kasse bitten.

Sommer fordert in einem Interview der Internetausgabe "sueddeutsche.de" am Mittwoch die Einführung einer "Manager-Steuer". "Ich würde bei einer deutlichen Ausweitung der Reichensteuer hin zu einer Manager-Steuer ansetzen. Da ist durchaus noch was drin, ohne dass ein Dax-Vorstand plötzlich zum Hartz-IV-Empfänger würde", sagte Sommer.

Spitzenverdiener ab einem Jahreseinkommen von 500.000 Euro werden derzeit mit einem Aufschlag von drei Prozent auf den Spitzensteuersatz von 42 Prozent veranlagt. Sommer will hier elf Prozent drauflegen: "Ich plädiere dafür, für den Aufschlag die alte Höhe des Spitzensteuersatzes von 53 Prozent zum Maßstab zu nehmen. Dann haben wir - wenn Sie so wollen - so etwas wie eine 'Manager-Steuer'", sagte Sommer.

In der Diskussion über die Gehälter der Topverdiener kommt nach den Worten von Sommer das Gefühl vieler Menschen zum Ausdruck, ungerecht behandelt zu werden. "Die Menschen regen sich auch deshalb über Managergehälter auf, weil sie unzufrieden damit sind, dass Ludwig Erhards Verheißung vom Wohlstand für alle nicht mehr die Verheißung der Bundesrepublik im Jahr 2008 ist."

 

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