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Rheinmetall-Konzern Düsseldorf steigert Quartalsgewinn - dank Rüstungsgeschäft

Düsseldorf, 05.05.2008 15:11 Uhr (redaktion)

Dank florierender Geschäfte in seiner Rüstungssparte hat der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern den Quartalsgewinn überraschend deutlich gesteigert.

Bei einem kaum veränderten Umsatz von 922 (Vorjahr: 911) Millionen Euro sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten drei Monaten 2008 um zehn Prozent auf 49 Millionen Euro gestiegen, teilte Rheinmetall am Montag mit. Von Reuters befragte Analysten hatte im Schnitt im operativen Geschäft mit einem Gewinn von nur 47 Millionen Euro gerechnet. Der Überschuss nach Anteilen Dritter belief sich auf 25 Millionen Euro. Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt bekräftigte, im Gesamtjahr ein Ebit von 280 bis 290 (270) Millionen Euro erzielen zu wollen.

Die Rüstungssparte habe nahtlos an die sehr gute Entwicklung des Vorjahres angeknüpft, sagte Eberhardt. Rheinmetall hatte in den vergangenen Monaten das Geschäft mit Waffen und Munition durch Zukäufe vorangetrieben. Durch eine Mehrheitsbeteiligung an der südafrikanischen Denel Munitions will sich der bislang vor allem auf die Nato-Staaten konzentrierende Traditionskonzern neue Märkte in Südafrika, Asien, Südamerika und dem Mittleren Osten erschließen. Die Rüstungssparte steigerte von Januar bis März ihr Ebit auf 18 (11) Millionen Euro. Das Geschäft mit Kolben und weiteren Teilen für die Automobilindustrie stagnierte hingegen bei einem operativen Gewinn von 34 Millionen Euro.

Einen Dämpfer musste Rheinmetall bei den Auftragseingängen hinnehmen. Die Neuaufträge gingen im ersten Quartal um 17 Prozent auf 941 Millionen Euro zurück. Der Konzern verwies darauf, im Vorjahreszeitraum einen großen Einzelauftrag verbucht zu haben. Bei der Order habe es sich um einen Flugabwehrauftrag im Wert von rund 200 Millionen Euro gehandelt. Per Ende März lag der Auftragsbestand mit rund 3,3 Milliarden Euro gut drei Prozent unter dem Vorjahreswert.

Erneut verbessern konnte Rheinmetall die Rentabilität. Die Ebit-Rendite stieg auf 5,3 (4,8) Prozent, wobei auch hier das Rüstungsgeschäft der Treiber war. Die Düsseldorfer wollen bis 2010 ihre Ebit-Rendite auf neun Prozent erhöhen.

Für die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg ist Rheinmetall mit überzeugenden Geschäftszahlen in das neue Jahr gestartet. An der Börse zählten die Rheinmetall-Aktien mit einem Minus von 1,5 Prozent dennoch zu den größten Verlierern im Nebenwerteindex MDax.

Aktiensnapshot Rheinmetall

Aktiensnapshot Rheinmetall
Aktiensnapshot Rheinmetall Stand 05.05.08 (Zum vergrößern bitte auf das Bild klicken)

(ThomsonReuters)

 

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