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Postbank-Verkauf: Politik denkt an einen deutschen Käufer - die Commerzbank

Bonn/Berlin, 07.05.2008 15:57 Uhr (redaktion)

Die Postbank sollte nach dem Willen von Koalitionspolitikern in deutschen Händen bleiben.

"Wir rechnen damit, dass sich ein potenter inländischer Interessent findet. Das ist die Variante, die die Politik eindeutig favorisiert", sagte der finanzpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt, der Wochenzeitung "Die Zeit" nach einem Vorabbericht vom Mittwoch. Aus Sicht des haushaltspolitischen Sprechers der SPD, Carsten Schneider, ist die Commerzbank chancenreich: "Die Commerzbank hat gute Karten. Deutschland ist groß genug für zwei starke Banken."

Auch der deutsche Marktführer, die Deutsche Bank, hat Interesse an der Postbank angemeldet. Allerdings hatte Post-Chef Frank Appel angesichts der Finanzkrise erklärt, möglicherweise werde das Institut auf absehbare Zeit nicht veräußert.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatte sich bereits im Februar dafür starkgemacht, den Verkauf der Postbank zur Schaffung einer zweiten deutschen Großbank neben der Deutschen Bank zu nutzen. Der Bund kann einen Verkauf der Postbank blockieren, doch läuft dieses Recht 2009 ab. Der Bund ist selbst an der Post nicht mehr direkt beteiligt, allerdings indirekt über die staatliche Förderbank KfW.

Lesen Sie hier den Leitartikel zum Postbank-Verkauf und was der Vorstandsvorsitzende Frank Appel dazu sagt.

(ThomsonReuters)

 

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