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GEA Group: Konzentration auf das Kerngeschäft - ist auf Kurs

Bochum/Düsseldorf, 08.05.2008 12:04 Uhr (redaktion)

Der Bochumer Anlagenbauer Gea sieht sich nach Zuwächsen im ersten Quartal klar auf Wachstumskurs.

Die Konzentration auf das Kerngeschäft mit Maschinen für die Energie-, Land- und Prozesstechnik zahle sich aus, sagte Vorstandschef Jürg Oleas am Donnerstag. Im laufenden Geschäftsjahr wolle der Konzern seinem Umsatz um zehn Prozent steigern und die Rentabilität weiter erhöhen. Von Januar bis März schraubte Gea den Überschuss im fortgeführten Geschäft um 56 Prozent auf 49,5 Millionen Euro hoch und übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die mit 44 Millionen gerechnet hatten.

Auch 2009 werde sich das Wachstum fortsetzen, kündigte Oleas an. Die Erlöse sollen dann ohne Zukäufe um fünf bis zehn Prozent steigen, die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll im Kerngeschäft bei über zehn Prozent liegen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres lag sie im Kerngeschäft bei 7,4 (VJ: 6,5) Prozent. Oleas hatte 2007 den verlustreichen Großanlagenbau abgestoßen. Nicht mehr zum Kerngeschäft zählt Gea die Tochter Ruhr-Zink, deren Verkauf der Konzern erwägt.

Gea hatte bereits zur Hauptversammlung im April Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 1,189 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 20 Prozent auf 77,1 Millionen Euro. Die Gea-Aktie gab zeitweise mehr als zwei Prozent nach. Dabei handele es sich wohl um Gewinnmitnahmen, sagten Analysten.

Gea profitiert wie der gesamte deutsche Maschinenbau vor allem von der hohen Nachfrage im Ausland, vor allem aus China, Indien, Russland und Brasilien sowie den Golfstaaten. Gea setzt bei seiner Strategie auf ein Wachstum der Weltbevölkerung und des Wohlstands und sieht sich dadurch nur begrenzt Konjunkturrisiken ausgesetzt. Bei einer steigenden Weltbevölkerung werde die Nachfrage nach Anlagen für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie ebenso steigen wie die nach Maschinen der Energie- und Chemiewirtschaft, lautet die Devise in Bochum.

(ThomsonReuters; GEA)

 

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