Bonn, 14.05.2008 16:03 Uhr (redaktion)
"Dass wir sehr zufrieden sind mit der Entwicklung, das ist so", sagte der Sprecher von Finanzminister Peer Steinbrück, Torsten Albig, am Mittwoch in Berlin, einen Tag vor der Hauptversammlung des Telekom-Riesen.
Zu einem Bericht des "Handelsblatts", wonach das Ministerium Druck auf Obermann ausübe, noch dieses Jahr einen ausländischen Konkurrenten zu übernehmen oder mit einem gleichwertigen Partner zu fusionieren, wollte Albig nicht Stellung beziehen. "So dumm sind wir nicht", sich öffentlich zu unternehmerischen Zielen zu äußern, sagte er. Lieblingskandidat in Berlin ist dem Bericht zufolge France Telecom.
Steinbrück hatte kürzlich Berichte, die Bundesregierung fordere von der Telekom eine aktivere Akquisitionspolitik, vor kurzem als "Spekulation" abgetan. Der Bund ist mit knapp 15 Prozent größter Aktionär der Telekom. Deshalb leidet auch er unter der zuletzt schwachen Kursentwicklung der Telekom-Aktie. Die Telekom-Aktie notierte mit 11,65 Euro minimal schwächer.
Vor dem Bund hatte mit dem Finanzinvestor Blackstone auch der zweite Großaktionär Obermann gelobt. "Obermann richtet die Telekom gerade komplett neu aus, und wir sind mit seiner Arbeit extrem zufrieden", sagte Blackstone-Manager Lawrence Guffey dem "Handelsblatt". Obermann sei einer der besten Vorstandschefs unter den 50 Firmen, an denen Blackstone Anteile halte.
(ThomsonReuters)
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