Hamburg, 22.05.2008 11:39 Uhr (redaktion)
Die Zahlen des 1. Quartals 2008 des Emissionshauses für geschlossene Fonds enttäuschten die Börsianer wegen Rückgängen bei Umsatz und Ertrag.
Der Konzernumsatz der HCI ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16,7% gefallen. Das Konzernergebnis, erodierte von 9,9 auf 1,2 Mio. EUR und das, obwohl das Platzierungsergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10,6% gestiegen ist.
Gründe für diese Entwicklung: Die ertragsschwächeren Produktbereiche Immobilien und Strukturierte Produkte trugen stärker zum Platzierungserfolg bei als die Produktbereiche Schiff und Private Equity.
Auf der Hauptversammlung (15.5.) konnten sich die Aktionäre, laut einer Presseerklärung der Gesellschaft zwar noch über das in 2007 um rund 25% gestiegene Platzierungsergebnis freuen. Das war das beste Platzierungsergebnis seit der Firmengründung im Jahr 1985. Am Ergebnis des 1. Quartals 2008 wird jedoch deutlich, dass auch an einem erfolgsgewohnten aus dem Schiffsbeteiligungsbereich hervorgegangenen Finanzkonzern der Sturm der Finanzkrise nicht ganz ohne Verwerfungen vorüberzieht.
Die hoffnungsvollste Produktlinie der letzten Jahre, der Private Equity-Bereich, fällt mehr und mehr als Umsatzbringer aus. Das Geschäft mit Immobilienfonds lahmt aufgrund schlechter Renditen in Deutschland und hoher Risiken im Ausland. Und das Schiffsbeteiligungsgeschäft leidet unter hohen Baupreisen und einem in vielen Bereichen deutlich anziehenden Wettbewerb.
(Haufe Finanzdienstleister)
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