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Meinung: Anleger investieren weniger in Aktien und verzichten auf Rendite

Frankfurt/Main, 24.05.2008 12:28 Uhr (redaktion)

Derzeit ist die Stimmung am deutschen Aktienmarkt eher durchwachsen: Konnte im Vorjahr noch ein Rekordstand des deutschen Aktienindex DAX vermeldet werden, hat die Finanzkrise seit Anfang diesen Jahres den gesamten Ak-tienmarkt in Mitleidenschaft gezogen.

Der DAX hat fast ein Fünftel seines Wertes eingebüßt, auch wenn er jüngst die 7.000er-Linie wieder erreicht hat. Viele Anleger scheinen wegen dieser Entwicklung zunehmend das Vertrauen in Aktien zu verlieren.

So wurden in den ersten drei Monaten des Jahres mehr als drei Milliarden Euro, fast 16 Prozent des gesamten Bestandes, aus Aktienfonds abgezogen. Stattdessen wenden sich die Anleger anderen, vermeintlich sichereren Anlageformen zu. Mittlerweile führen Geldmarkt-, Renten- und Zertifikatefonds die Absatzliste der Investmentbranche an. Damit sparen die Deutschen zwar nicht zwingend weniger, zumindest aber anders. Was ist von einem solchen Strategiewechsel zu halten?

Sicherlich ist es verständlich, dass Schwankungen der Börsenkurse den Anleger verunsichern. Mit dem zunehmenden Verzicht auf Aktien entgeht den Deutschen jedoch das auf Dauer renditestärkste Anlageprodukt. Je länger der Anlagehorizont ist und je breiter die Streuung, desto sicherer wird es, eine hohe Rendite mit der Aktienanlage zu erzielen, erklärt das Deutsche Aktieninstitut. Gerade bei langfristigen Ansparprozessen von 20 und mehr Jahren – Zeiträume, die insbesondere für die private Altersvorsorge von Relevanz sind – ist die Renditestärke der Aktie unverzichtbar. Schätzungen zufolge entgeht den deutschen An-legern durch ihr zu starkes Sicherheitsdenken jedes Jahr schon jetzt ein zweistelliger Milliardenbetrag. Auf dieses Geld sollten die Sparer nicht verzichten.

(Deutsches Aktieninstitut; Cordula Heldt)

 

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