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200 Jahre Handelskammer Frankfurt - IHK will Region besser vernetzen

Frankfurt/Main, 27.05.2008 19:00 Uhr (redaktion)

"Frankfurt ist und bleibt ein Aushängeschild der deutschen Wirtschaft", sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) beim Festakt im Börsengebäude, wo die IHK Frankfurt zur Feier eingeladen hatte.

"Das verdanken wir auch der Arbeit der Kammern." Glos und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) lobten das Engagement der IHK beispielsweise auf dem Ausbildungsmarkt. "Sie erledigen sehr viel, was sonst der Staat erledigen müsste", sagte Glos.

HK-Präsident Hans-Joachim Tonnellier nannte die weitere Vernetzung der Region Frankfurt/ Rhein-Main eine "Generalaufgabe der kommenden Jahre" und kündigte Vorschläge zu den Themen Gewerbesteuer und Zuschnitt der Region an. Nach der Entscheidung der Deutschen Börse, aus steuerlichen Gründen von Frankfurt ins benachbarte Eschborn zu ziehen, war die Debatte um einen nachteiligen Standortwettbewerb in der Region neu entfacht.

Glos und Koch waren zwei von rund 2500 Gästen der großen Geburtstags-Party. Sie amüsierten sich in und vor dem Börsengebäude, unter anderem auf einer Varieté-Show des Tigerpalastes.

"Die Kernidee und die Kernaufgaben der IHK sind die gleichen wie vor 200 Jahren", hatte Tonnellier bereits im Vorfeld gesagt. "Die Idee einer Interessenvertretung der regionalen Wirtschaft ist heute so modern wie damals. Es ist wichtig, dass die Kräfte gebündelt werden." Für Unternehmen besteht eine Pflichtmitgliedschaft, die Kritiker als "Zwangsmitgliedschaft" bekämpfen. Alle deutschen Firmen im Inland - ausgenommen Handwerksbetriebe, freie Berufe und landwirtschaftliche Betriebe - sind per Gesetz IHK-Mitglied.

Gegründet wurde die Kammer vom Mainzer Erzbischof Karl Theodor von Dalberg. Er gestaltete die Organisation für Kaufleute im Jahr 1808 nach französischem Vorbild. Zuvor hatten Kaufleute im französisch besetzten Rheinland solche Kammern gegründet - und zwar in Aachen, Köln und Mainz. Heute gibt es in Deutschland 80 Kammern, die meisten Länder Europas haben vergleichbare Institutionen.

(Hessischer Rundfunk)

 

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