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Kommunalwahlen in Sachsen - CDU bleibt stärkste Kraft

Dresden, 09.06.2008 08:22 Uhr (redaktion)

Bei den Kommunalwahlen in Sachsen hat sich die CDU als stärkste Kraft behauptet. Die Christdemokraten lagen bei den Landrats- und Kreistagswahlen am Sonntag nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz ausnahmslos vorn.

Bei der Dresdner Oberbürgermeisterwahl siegte die bisherige sächsische Sozialministerin Helma Orosz (CDU) mit deutlichem Abstand vor dem Kandidaten der Partei die Linke. Die 55-Jährige verfehlte aber mit rund 48 Prozent der Stimmen knapp die absolute Mehrheit und muss daher am 22. Juni zur Stichwahl antreten.

Orosz bezeichnete das Ergebnis als Ansporn, in zwei Wochen noch einmal durchzustarten. Die Christdemokraten regieren derzeit in keiner der drei sächsischen Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz. Linke-Kandidat Klaus Sühl erreichte bei der Wahl in Dresden rund 14,5 Prozent, Dirk Hilbert (FDP) und Peter Lames (SPD) bekamen jeweils rund zwölf Prozent, und Eva Jähnigen (Grüne) erhielt zehn Prozent. Sühl kündigte an, er werde bei der Stichwahl auf jeden Fall antreten.

Beim zweiten Wahlgang gewinnt, wer die meisten Stimmen, also die relative Mehrheit, erhält. Der bisherige Amtsinhaber Lutz Vogel (parteilos) war bei der Wahl nicht mehr angetreten. Er war zwei Jahre lang kommissarisch im Amt. Sein Vorgänger Ingolf Roßberg (FDP) war wegen Korruptionsvorwürfen suspendiert worden und wurde inzwischen zu einer siebenmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

Bei den Landratswahlen lag die CDU überall vorn und sicherte sich sechs der zehn zu vergebenden Ämter im ersten Wahlgang. In vier Landkreisen sind Stichwahlen nötig. Die meisten zweitplatzierten Kandidaten kamen aus den Reihen der Linkspartei. Bei den Kreistagswahlen peilte die CDU nach Auszählung fast aller Stimmen rund 40 Prozent an. Die Linke lag bei 19 Prozent, die SPD bei elf Prozent, die FDP bei acht Prozent und die Grünen bei drei Prozent. Die rechtsextreme NPD pendelte sich bei rund fünf Prozent der Stimmen ein und konnte sich damit erheblich verbessern. Bei der Kommunalwahl 2004 hatte die NPD rund ein Prozent der Stimmen bekommen.

Die eigentlich für 2009 geplanten Kommunalwahlen wurden vorgezogen, weil am 1. August eine Kreisgebietsreform in Kraft tritt und sich die Zahl der Landkreise von 22 auf zehn verringert. /AFP

 

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