Heidelberg, 10.06.2008 11:29 Uhr (redaktion)
Die unabhängige Beteiligungsgesellschaft HeidelbergCapital hat über ihren ersten Fonds eine umfangreiche Anzahl von Beteiligungen von dem führenden europäischen Private-Equity-Unternehmen 3i erworben.
Die Transaktionen wurden im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit
dem globalen Private-Equity-Investor Auda abgewickelt. Auda hat HeidelbergCapital
150 Mio. US-Dollar zur Verfügung gestellt.
Mit der Übernahme von 21 Beteiligungen von 3i wurde die von den beiden Private-
Equity-Experten Martin Weiblen und Clemens Doppler geführte HeidelbergCapital
erstmals im größeren Umfang im Markt der Secondary Direct Investments aktiv.
„Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Transaktionen haben wir im Markt für
Secondary Direct Investments ein Zeichen gesetzt. Durch den Verzicht auf eine
fremdkapitalfinanzierte Übernahme der einzelnen Beteiligungen sind wir von den
Auswirkungen der Kreditmarktkrise und den Entwicklungen der weltweiten
Zinsmärkte in unserem Portfolio praktisch nicht betroffen“, erklärt Weiblen, der die
Transaktionen in enger Zusammenarbeit mit Auda strukturiert und hierfür Mitte 2007
HeidelbergCapital gegründet hat. Weiblen war zuvor viele Jahre als Managing
Director eines großen Family Office in London tätig. Er fügt hinzu: „Auda’s Zugriff auf
Finanzkapital und die außergewöhnlich große Erfahrung in komplexen Private-
Equity-Direkt- und Sekundärinvestitionen hat diesen Partner zu einer erstklassigen
Wahl für uns bei den Beteiligungskäufen von 3i gemacht.“
„Für Auda war insbesondere die Gelegenheit ausschlaggebend, in ein Portfolio mit
hochklassigen europäischen Private-Equity-Beteiligungen zu investieren“, so David
Andryc, Managing Director bei Auda, New York. HeidelbergCapital betreut seine
Portfoliounternehmen aktiv mit dem Ziel, diese weiterzuentwickeln und im Wert zu
steigern. Clemens Doppler, Managing Partner von HeidelbergCapital und seit Jahren
in der Branche tätig, ergänzt: „Im Rahmen unserer Beteiligungen haben wir bereits
einzelnen Unternehmen Finanzmittel für deren zukünftiges Wachstum zur Verfügung
gestellt und verschiedene strategische Maßnahmen aktiv begleitet.“
HeidelbergCapital plant schon in naher Zukunft, weitere Firmenanteile und Portfolios
von Beteiligungsgesellschaften, Fonds oder Banken zu erwerben. „Wir wären sehr
erfreut, wenn wir wiederum mit Auda zusammenarbeiten könnten“, sagen Weiblen
und Doppler übereinstimmend, und David Andryc ergänzt: „Unsere erste
Partnerschaft mit HeidelbergCapital demonstriert eine perfekte Synergie der
Ressourcen, der Marktkenntnisse und der Erfahrungen der Teams.“
Die nun von 3i akquirierten Beteiligungen aus den Branchen Life Science, Software,
innovative Werkstoffe, Internet, Industrieprodukte und Konsumgüter sind über die
Start-up-Phase hinaus und verfügen über ein erprobtes Geschäftsmodell; viele
arbeiten bereits profitabel und sind renditestark. Der überwiegende Teil der
Unternehmen ist in Deutschland ansässig, jedoch international aktiv. Neben bereits
börsennotierten Gesellschaften befindet sich der Großteil der Portfoliofirmen in
Privatbesitz.
Die Unternehmen aus der Life Science Branche gehören - wie z. B die 4SC AG - zur
zweiten Generation der deutschen Biotechnologie-Welle. HeidelbergCapital hat nach
dem Kauf der Beteiligung auch an der jüngsten Kapitalerhöhung der 4SC mit
zusätzlichen Mitteln teilgenommen. „Innovative und marktfähige Technologien,
Qualitätsführerschaft und Ausrichtung auf zukunftsträchtige Märkte machen den Reiz
des Portfolios aus“, erklärt Doppler. In diesem Zusammenhang ist etwa der Erwerb
eines großen Aktienpaketes an der Nanogate AG zu sehen. Nanogate ist eine der
wenigen bereits profitablen Firmen im Segment der Nanotechnologie, deren
Produkte in vielen Bereichen des täglichen Lebens, wie etwa Haushaltstechnik,
Fahrzeugbau, Outdoor-Bekleidung, aber auch in Wachsen und Schmierstoffen oder
optischen Elementen eingesetzt werden.
Auf Grund der hohen Komplexität der Transaktionen dauerte die Durchführung des
Kaufs der 21 einzelnen Beteiligungen mehrere Monate. Insgesamt waren drei
Münchner Anwaltskanzleien eingebunden. „Solche Secondary Direct Transactions
sind auf Seiten der Beteiligungen sowie der Fondstrukturen weit verzweigt und
umfassen viele juristische Facetten bis hin zum internationalen Recht. Dabei müssen
sehr komplexe gesellschaftsrechtliche Fragestellungen innerhalb eines begrenzten
Zeitraums abgehandelt werden“, erklärt Dr. Michael Inhester, Partner der Münchner
Kanzlei Pöllath + Partners. Inhester betreute die Transaktion auf Seiten von
HeidelbergCapital und Auda, 3i wurde von den Kanzleien CMS Hasche Sigle sowie
Dechert LLP beraten.
Über HeidelbergCapital:
HeidelbergCapital ist eine unabhängige Beteiligungsgesellschaft, die Mitte 2007 von Prof. Dr.
MartinWeiblen, zuletzt Managing Director eines großen Family Office in London, gegründet wurde und
gemeinsam mit Dr. Clemens Doppler, ehemals Partner bei 3i, geführt wird. Finanziert von dem in New
York, USA, ansässigen globalen Private Equity-Investor Auda, spezialisiert sich HeidelbergCapital auf
den Markt der Secondary Direct Investments. Der Anlagefokus erstreckt sich dabei von Beteiligungen
an jungen Unternehmen bis hin zu etablierten mittelständischen Unternehmen. Als aktiver Partner
unterstützt HeidelbergCapital die Unternehmen bei strategischen Entscheidungen und stellt auch
Kapital für weiteres Wachstum bereit.
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