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Deutsche Post wandelt Filialen um und erweitert Geschäftspost-Annahmestellen

Bonn, 14.06.2008 12:00 Uhr (redaktion)

Die letzten 750 ehemaligen Postämter sollten in private Partner-Filialen umgewandelt werden, bekräftigte ein Post-Sprecher am Freitag.

Postdienstleistungen würden dann etwa von Einzelhändlern mit angeboten. Bereits im März hatte die Post angekündigt, die Umwandlungen fortzusetzen. Mit der 1994 begonnen Umwandlung der Postämter in Postagenturen solle das Filialnetz wirtschaftlicher werden. Durch die Umwandlungen spare der Konzern Geld, sagte der Sprecher. Gleichzeitig würden durch die Umwandlungen die Öffnungszeiten der Filialen verlängert.

Deutlich vergrößert werden soll der Post zufolge das Netz der Geschäftspost-Annahmestellen. Für das profitable Geschäft mit gewerblichen Kunden soll die Zahl der Annahmestellen von derzeit 200 auf 1000 bis zum Ende des Jahres steigen. Auch die Zahl der Paketboxen und Packstationen soll deutlich erhöht werden.

Bei den Gewerkschaften hagelte es Kritik. Es sei ein Fehler, den unmittelbaren Kontakt zu den Kunden abzubrechen und den Service zu beschneiden, sagte ein Verdi-Sprecher. Auch die Gewerkschaft DPVKOM bezeichnete die Pläne als falsches Signal an die Kunden.

Die Post bietet ihre Dienstleistungen in bundesweit mehr als 13.500 Filialen an, außerdem hat der Konzern mehr als 100.000 Briefkästen. Hier gehe der Trend in Richtung Ausbau, betonte Briefvorstand Jürgen Gerdes. Die Post ist per Gesetz zur flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung verpflichtet.

 

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