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Größter Börsengang seit 2000 nimmt Form an - Bahn-Chef peilt November 2008 an

Berlin, 19.06.2008 10:02 Uhr (redaktion)

Die finale Phase sei jetzt erreicht, sagte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn am Mittwochabend auf einer Veranstaltung in Frankfurt. "Wir zweifeln nicht, dass wir termingerecht noch in diesem Jahr den Gang aufs Parkett machen können."

Nach Aussage Mehdorns befindet sich die Bahn gerade in der Mitte ihrer Werbetour bei potenziellen Investoren. "Der Datenraum ist aufgemacht."

Ein Drittel des Emissionserlöses ist laut Mehdorn zur Stärkung der Eigenkapitaldecke vorgesehen. Ein Drittel gehe an das Finanzministerium und ein Drittel solle in die Infrastruktur der Bahn investiert werden, machte der Manager klar. "Wir gehen davon aus, dass wir ein guter Börsenwert sein werden", zeigte sich Mehdorn optimistisch. "Wir wachsen, wir sind international und von lokalen Krisen nicht so abhängig", warb er.

Die für den 5. November erwartete Emission von 24,9 Prozent des in der neuen Transporttochter DB Mobility Logistics gebündelten Personen- und Güterverkehrs dürfte nach Schätzungen von Investmentbankern fünf bis sechs Milliarden Euro einbringen. Dies wäre damit der größte Börsengang in Deutschland seit dem der Deutschen Post Ende 2000. Der Bund erhofft sich sogar bis zu acht Milliarden Euro. Aufgrund der weltweiten Krise an den Finanzmärkten gilt der Erfolg des Börsengangs bei Finanzexperten allerdings als unsicher.

(ThomsonReuters)

(Foto: DB AG/Ralf Kranert)

 

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