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Vorschriften zur Abgeltungsteuer bringen Banken unter Druck

Berlin, 02.07.2008 08:57 Uhr (redaktion)

Die Banken in Deutschland haben einem Pressebericht zufolge einen Hilferuf an Bundesfinanzminister Peer Steinbrück geschickt.

Die Umstellung auf die Abgeltungsteuer drohe zum Computerdesaster zu werden, weil die Länderfinanzminister mit den Verwaltungsvorschriften nicht fertig würden. "Der Abstimmungsprozess auf Länderebene ist im letzten Halbjahr deutlich ins Stocken geraten", zitiert das "Handelsblatt" (Dienstag) einen Brief des Bankenverbands und des Zentralen Kreditausschusses an Steinbrück.

Ab dem kommenden Jahreswechsel wird auf alle Kapitaleinkünfte die einheitliche Abgeltungsteuer von 25 Prozent fällig. Sie soll in der Regel sofort von den Banken an die Finanzämter überwiesen werden. Damit verlagert sich ein Teil des Verwaltungsaufwandes aus den Finanzämtern in die Banken, die dafür neue IT-Systeme aufbauen müssen.

"Die Abgeltungsteuer ist das größte IT-Projekt der Banken. Wir brauchen dafür einen gewissen Vorlauf, wenn das alles ab Januar reibungslos funktionieren soll", zitiert die Zeitung Heinz-Udo Schaap vom Bankenverband."Wir verstehen nicht, warum bei den Ländern das Problem nicht gesehen wird", sagt Schaap, der Steinbrücks Beamte ausdrücklich von der Kritik ausnimmt: Die Abteilung dort habe die Banken nachhaltig unterstützt.

(dpa;Haufe Finanzdienstleister)

 

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