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Steht cash.life AG kurz vor einer Übernahme?

Pullach bei München, 23.07.2008 16:55 Uhr (redaktion)

Für den führenden deutschen Dienstleister für gebrauchte Lebensversicherungen „cash.life“ soll ein Investor gefunden worden sein. Dennoch warnt der SdK vor dem Kauf der Aktie.

Die Abwicklung von zwei Policenfonds, bei denen „cash.life“ maßgeblich involviert war, hat in den letzten Tagen für Aufregung bei den cash.life-Aktionären, den Zeichnern von Policenfonds und den beteiligten Finanzdienstleistungsunternehmen und Vertrieben gesorgt. Nun soll für cash.life ein Investor gefunden worden sein.

Unter dem 17.7.2008 berichtete „Fonds professionell“, dass cash.life unmittelbar vor der Übernahme durch einen noch unbekannten Investor stünde. Die Berenberg Bank hatte ihre Beteiligung an cash.life massiv aufgestockt und gleichzeitig bekanntgegeben, dass es sich um einen reinen Handelsbestand handle und dass man mit der Aufstockung keine strategischen Ziele verfolge.

In einer als Adhoc-Mitteilung von DGAP unter dem 21.7.2008 verbreiteten Meldung wird von einem Gewinnstieg im 2. Quartal 2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal von 3,5 auf 5 Mio. EUR berichtet. Dies führte zu einer leichten Kurserholung der Aktie auf 2,83 EUR (22.7.2008), nachdem der Kurs von mehr als 38 EUR (6.9.2005) kommend bis zum bisherigen Tiefpunkt bei 1,50 EUR (10.7.2008) eine spektakuläre Talfahrt hinter sich hatte.

Unter dem 21.7.2008 raten die „SdK AktionärsNews“ allerdings von einem Einstieg ab, weil „veränderte Rahmenbedingungen Zweifel mehren“ würden, ob das Geschäftsmodell tatsächlich trage. Das deutlich höhere Zinsniveau würde für die interessierten Fonds die Finanzierung erschweren, und die „aufgeblähte Kostenstruktur“ und die Folgen der Finanzkrise kämen hinzu. Auch nach dem Absturz des Aktienkurses sei die Aktie kein Schnäppchen.

(Haufe Finanzdienstleister)

 

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