Berlin, 14.08.2008 09:34 Uhr (redaktion)
Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im zweiten Quartal 2008 zum ersten Mal seit knapp vier Jahren wieder geschrumpft.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war demnach - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,5 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2008. In den ersten drei Monaten des Jahres war das BIP, das den Wert der im Inland erwirtschafteten Leistung misst, um 1,3 Prozent gestiegen. Einen Rückgang hatte die deutsche Wirtschaft zuletzt im dritten Quartal 2004 verzeichnet (minus 0,2 Prozent).
Vor allem rückläufige Konsumausgaben der privaten Haushalte und geringere Anlageinvestitionen waren nach Angaben der Statistiker im zweiten Quartal kennzeichnend. Demnach lagen vor allem die Bauinvestitionen deutlich unter denen im ersten Quartal. Positive Impulse seien indes vom Außenhandel gekommen, dies sei vor allem auf einen deutlichen Importrückgang zurückzuführen.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte das BIP im zweiten Quartal 2008 um 3,1 Prozent zu, wie die Statistikbehörde erklärte. Kalenderbereinigt habe diese Zuwachsrate 1,7 Prozent betragen, weil im zweiten Quartal dieses Jahres drei Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als im Vergleichsquartal 2007.
(AFP)
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