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Deutsche mieten Wohnungen lieber anstatt Eigentum zu erwerben

Köln, 18.08.2008 09:14 Uhr (redaktion)

Lediglich vier von zehn deutschen Haushalten lebten 2006 in den eigenen vier Wänden.

Seit 2002 ist der Anteil der Bundesbürger mit Wohneigentum sogar noch um 1,7 Prozentpunkte gesunken, wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitgeteilt hat. Vor allem die Streichung der Eigenheimzulage hat den Deutschen die Lust aufs Domizil vergällt.

In Berlin lebt sogar nur jeder siebte Einwohner im Eigenheim, während im Saarland und in Rheinland-Pfalz in gut jeder zweiten Wohnung der Hausherr auch Eigner ist. Bei Familien mit zwei oder drei Kindern sowie bei Beamten und Selbstständigen liegt die Eigentumsquote mit etwa 55 bzw. 58 Prozent über dem deutschen Durchschnitt.

Mietsituation in Deutschland
Mietsituation in Deutschland

Verglichen mit dem Ausland sind allerdings auch diese Zahlen bescheiden. So bewohnen in Großbritannien 70 Prozent aller Haushalte das selbst erworbene Zuhause, in Spanien sind es sogar 80 Prozent. Auch die Deutschen dürften künftig wieder mehr Lust auf Hausbau oder -kauf gewinnen. Schließlich müssen sie immer stärker selbst für ihren Wohlstand im Alter vorsorgen, und Immobilien sind ein zentraler Baustein dieser Absicherung.

(Quelle: IW Köln)
(Foto: pixelio)

 

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