Wiesbaden, 24.08.2008 12:29 Uhr (redaktion)
Eingeschweißte Werbezettel von der Post, Abreissblocks oder Lottowerbung. Bürger können sich durch einen Eintrag in die Robinsonliste des DDV gegen adressierte Werbesendungen von Unternehmen, mit denen ein Verbraucher bisher nicht in Kontakt stand schützen.
Der DDV (Deutscher Dialogmarketing Verband e. V.) vertritt die Interessen von Dienstleistern und werbungtreibenden Unternehmen der gesamten Dialogmarketingbranche.
Der DDV bietet Verbrauchern seit mehr als 35 Jahren die Aufnahme in die Robinsonliste an. In diese Liste kann sich jeder eintragen lassen, der keine adressierten Werbebriefe von Unternehmen erhalten möchte, bei denen er kein Kunde ist oder ausdrücklich der Zusendung zugestimmt hat. Wer bereits Kunde ist, zum Beispiel bei einem Versandhaus, erhält auch weiterhin alle Werbung des Versenders.
Um den individuellen Wünschen des Verbrauchers noch besser als bisher zu entsprechen, kann er seit Herbst 2005 zwischen zwei Alternativen wählen:
Alternative A, wie bisher: Generelle Ablehnung.
Für Verbraucher, die nach Möglichkeit überhaupt keine Werbebriefe von Firmen erhalten wollen, bei denen sie nicht schon Kunde sind, bzw. mit denen sie nicht schon einmal Kontakt aufgenommen haben.
Alternative B, neu: Ablehnung bestimmter Angebotsbereiche
Für Verbraucher, die nach Möglichkeit keine Werbebriefe aus bestimmten Angebotsbereichen erhalten wollen, für die sie sich überhaupt nicht interessieren. Der Verbraucher kann dazu in einer Liste vorgegebener Bereiche diejenigen ankreuzen, aus denen er keine Werbung haben möchte (z.B. Banken, Versicherungen, Automobil, Touristik, Zeitungs-/ Zeitschriftenabonnements usw.).
Für beide Alternativen gilt:
Jeder kann sich mit verschiedenen Schreibweisen seines Namens in die Liste eintragen lassen. Der Eintrag in die Liste ist kostenlos. Stand April 2005 umfasste die Robinsonliste rund 555.000 Einträge mit unterschiedlichen Namensschreibweisen.
Der Eintrag gilt für fünf Jahre und muss danach erneuert werden. Die zeitliche Begrenzung verhindert, dass die Robinsonliste veraltet. Denn Namen und Adressen können sich schnell ändern, z. B. durch Umzug oder Heirat. Nach Erfahrung des DDV wird bei über 90 Prozent des Volumens an adressierten Werbebriefen die Robinsonliste eingesetzt. Denn auch die Unternehmen profitieren davon, sie senken ihre Werbe- und Portokosten erheblich.
Weitere Infos finden sie hier (pdf-Datei)
(Quelle: DDV)
(Foto: pixelio;Helga7)
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