Berlin/Bonn, 25.08.2008 18:40 Uhr (redaktion)
Klappern gehört zum Handwerk. Kurt Beck spielt eine Rückkehr von Franz Müntefering herunter. Als Berater sei er gerne willkommen gesehen. Mehr auch nicht?
SPD-Chef Kurt Beck erwartet offenbar nicht, dass sein Vorvorgänger Franz Müntefering in der SPD erneut eine führende Funktion übernimmt.
"Franz wird im Laufe des September wieder voll in sein Mandat einsteigen", sagte Beck am Montag mit Blick auf Münteferings Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter. "Jede unterstützende und beratende Tätigkeit ist bei uns herzlich willkommen", fügte Beck hinzu. Auf Fragen, ob sich Müntefering auf eine beratende Funktion beschränken werde, sagte Beck: "Es ist ehrenwert, wenn man mit 68 gebeten wird, seine Erfahrung einzubringen. Auf welche Art und Weise ist völlig sekundär." Die SPD sei froh darüber, wenn Müntefering seine Arbeit wiederaufnehmen könne.
Müntefering hatte im November 2007 das Amt des Vizekanzlers und Arbeitsministers aufgegeben, um seine kranke Frau zu pflegen. Vor wenigen Wochen erlag sie ihrem Krebsleiden. Um Müntefering ranken sich seither aus der Partei genährte Spekulationen, dass sich der einstige SPD-Chef in die Krise seiner Partei einschaltet. Müntefering hatte sich zuletzt mit Kritik am drohenden Parteiausschluss von Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement zu Wort gemeldet, der inzwischen abgewendet scheint.
(Thomson Reuters)
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